Archiv der Kategorie: Forschung und Wissenschaft

Australische Homöopathie-Studie: „Eine Täuschung der Öffentlichkeit“

Pressemeldungen Gesundheit

Der Direktor des Londoner Homeopathy Research Institut (HRI), Dr. Alexander Tournier, erhebt schwere Vorwürfe gegen den staatlichen Forschungsrat Australiens und wirft ihm „Täuschung der Öffentlichkeit“ vor. Der Nationale Rat für Gesundheit und medizinische Forschung (National Health and Medical Research Council, NHMCR) hatte vor zwei Jahren eine Übersichtsstudie (Review) zur Homöopathie mit dem Ergebnis veröffentlicht, Homöopathie wirke nicht besser als Placebo. Diese Aussage ging auch in Deutschland durch viele Medien und wurde als ein Beleg für die angebliche Unwirksamkeit der Homöopathie angeführt. „Die Ungenauigkeiten im Bericht des NHMCR sind so extrem“, erklärt Tournier, „dass wir uns dazu entschlossen haben, eine gründliche Untersuchung durchzuführen, die die Hintergründe aufdeckt“.

Das HRI hat eine Beschwerde bei einer offiziellen Commonwealth-Stelle eingelegt und aktuell erste Ergebnisse seiner Recherche veröffentlicht. „Es ist ungeheuerlich, dass mit derart verzerrten Daten weltweit politische Meinungsbildung betrieben wird“, sagt Cornelia Bajic, 1. Vorsitzende des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ). „Wenn sich dieser schwere Verdacht weiter erhärtet, ist das ein handfester Skandal: Auch der deutschen Öffentlichkeit, universitären Einrichtungen und den politischen Entscheidungsträgern wurde auf dieser Weise suggeriert, die Homöopathie sei angeblich eine Placebo-Medizin. Die korrekte Studienlage, die deutlich die Wirksamkeit der homöopathischen Therapiemethode belegt, wird einfach verschwiegen“, so Bajic weiter. Zentrale Ergebnisse der HRI-Recherche sind:

  • Das Review wurde zweimal durchgeführt, was bisher unbekannt war. Da das erste Review nicht die gewünschten Ergebnisse gezeigt hatte, wurde ein zweites erstellt.
  • Die Existenz des ersten Berichtes wurde der Öffentlichkeit nie mitgeteilt, sondern erst durch eine Anfrage entsprechend dem australischen Informationsfreiheitsgesetz aufgedeckt.
  • Der NHMCR hatte veröffentlicht, das Review basiere auf mehr als 1.800 Studien. Tatsächlich wurden jedoch nur 176 Studien begutachtet. Von diesen 176 Studien wurden 171 vom Review ausgeschlossen. Gründe dafür waren, dass sie entweder nicht in englischer Sprache verfasst waren oder weniger als 150 Teilnehmer hatten. Es blieben letztlich nur 5 Studien, auf denen das Review basiert.
  • Diese Kriterien sind nicht nachvollziehbar und wurden vom NHMCR bei keinem anderen Review angewendet. Das NHMCR führt selbst Studien mit unter 150 Teilnehmern durch.
  • Der Vorsitzende des NHMCR-Ausschusses, der das Review verantwortet, ist Mitglied der politischen Lobby-Gruppe „Friends of Science in Medicine“ (FSM), die sich aktiv gegen die Homöopathie einsetzt. Trotzdem unterzeichnete der Vorsitzende eine „Declaration of Interest“, die besagt, dass er nicht mit einer Organisation verbunden sei, „die sich für oder gegen die Homöopathie einsetzt“.
  • Es wurde bei der Erstellung des Reviews gegen die NHMCR-eigenen Regeln verstoßen, auch gegen die, dass zumindest ein Experte – in diesem Fall ein Homöopathie-Experte – dem Ausschuss angehören müsse.

„Wir fühlen uns an die 2005 im Lancet publizierte Studie von Shang et. al. erinnert, die bereits vor über einem Jahrzehnt das ‚Ende der Homöopathie‘ postulierten wollte“, erklärt Bajic, „auch damals wurden nicht 220 Studien ausgewertet, wie angegeben, sondern lediglich 6 konventionelle im Vergleich zu 8 Homöopathie-Studien“. Ungeachtet solcher Versuche habe sich die Erfolgsgeschichte der Homöopathie in den letzten Jahren fortgesetzt – national wie global. Bajic: „In der Schweiz ist die Homöopathie beispielsweise seit dem letzten Jahr Regelleistung der obligatorischen Krankenversicherung.“

Bajic empfiehlt zum Thema Homöopathie-Forschung den Forschungsbericht „Der aktuelle Stand der Forschung zur Homöopathie“, der Mitte des letzten Jahres von der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Homöopathie (WissHom) veröffentlicht wurde. Im Fazit kommen die Wissenschaftler und Ärzte der WissHom zu einer klaren Aussage: „Eine zusammenfassende Betrachtung klinischer Forschungsdaten belegt hinreichend einen therapeutischen Nutzen der homöopathischen Behandlung. Die Ergebnisse zahlreicher placebokontrollierter Studien sowie Experimente aus der Grundlagenforschung sprechen darüber hinaus für eine spezifische Wirkung potenzierter Arzneimittel.“ Download des kompletten Forschungsberichts unter: http://www.homoeopathie-online.info/category/forschung/

Anzeige

 Vom Schmerz zur Heilung

Weiterführende Links:

Informationen zur Recherche des HRI: https://www.hri-research.org/resources/homeopathy-the-debate/the-australian-report-on-homeopathy/

Informationen zum HRI: www.hri-research.org/about-hri

Informationen zur Beschwerde beim Commonwealth-Ombudsman: https://www.hri-research.org/wp-content/uploads/2017/04/Executive-Summary-to-Ombudsman-Complaint-re-NHMRC-Homeopathy-Review-FINAL.pdf

Film-Tipp:

In den Film „Just One Drop“, der am 6. April in London uraufgeführt wurde, sind unter anderem die Rechercheergebnisse des Londoner HRI mit eingeflossen: www.indiegogo.com/projects/just-one-drop-a-film-about-homeopathy#/

Kontakt:

– Pressestelle/Redaktion –
Hauptstadtbüro Integrative Medizin und Gesundheit

DZVhÄ
Axel-Springer-Str. 54 B
10117 Berlin
Tel 030 – 325 97 34 13
Fax 030 – 325 97 34 19

Besuchen Sie unsere Websites

www.homöopathie-online.info

www.dzvhae.de

www.lmhi-congress-2017.de/

www.weiterbildung-homöopathie.de

Besuchen Sie unsere Social-Media-Kanäle

Facebook DZVhÄ

www.facebook.com/deutscherzentralverein.homarzte/

Facebook Homöopathie Online

www.facebook.com/Homöopathie-Online-688823217810308/

Twitter

www.twitter.com/DZVhAe

Beeinflusst die Ernährung das Darmkrebsrisiko?

Darmflora ist offenbar ein Faktor

Pressemeldungen Gesundheit

Pressemeldungen Gesundheit

Eine vollwertige Ernährung kann Tumoren im Darm vorbeugen, die mit bestimmten Dickdarmbakterien in Zusammenhang stehen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Dana-Farber Cancer Institute in Boston, für die Daten von zwei Studien mit insgesamt mehr als 137.000 Teilnehmern ausgewertet wurden.

Die Männer und Frauen waren zu Beginn durchschnittlich 54 bzw. 46 Jahre alt und arbeiteten im gesundheitlichen Bereich. Alle zwei Jahre machten sie Angaben zu ihren Ernährungs- und Lebensgewohnheiten. Es wurde zwischen einer ballaststoffreichen Kost mit viel Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten und einer westlichen Diät mit Weißmehlprodukten, süßen Desserts, rotem und verarbeitetem Fleisch unterschieden. Im Laufe von bis zu drei Jahrzehnten diagnostizierten die Mediziner in 1.019 Fällen Darmkrebs. Bei jedem achten Tumor ließen sich Gene des Fusobacterium nucleatum im Gewebe nachweisen. Dieses Bakterium ist eines von Hunderten, das natürlicherweise den Dickdarm des Menschen besiedelt.

Es ist allgemein bekannt, dass eine ballaststoffreiche und vollwertige Kost das Risiko für Darmkrebs senken kann. Allerdings ist dieser Zusammenhang komplizierter als gedacht. Der entscheidende Punkt ist die individuelle Darmflora, erklären die Wissenschaftler. Probanden mit einer vollwertigen Kost hatten ein um 57 Prozent geringeres Risiko für Darmkrebs, bei dem F. nucleatum nachweisbar war. Auf andere Tumorerkrankungen im Darm hatte die Ernährung keinen Einfluss.

 Darmbeschwerden und Verdauungsstoerungen – was ist mit Bioresonanz moeglich

Vermutlich verändert die gesunde Kost über einen längeren Zeitraum das Milieu und die Besiedelung des Dickdarms mit Mikroorganismen, schreiben die Autoren im Fachjournal „JAMA Oncology“. Die Darmflora wird vielfältiger und unerwünschte Bakterien wie F. nucleatum werden zurück gedrängt. Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass das Bakterium mit Darmkrebs in Zusammenhang steht und sein Vorkommen durch eine westliche Kost begünstigt wird. Vermutlich senkt es die Immunantwort des Körpers auf die Tumorzellen und fördert deren Wachstum.

Allerdings sind die Zusammenhänge zwischen der Ernährung, bestimmten Lebensmittelgruppen, Mikroorganismen im Darm und der Entwicklung von Krebs so vielschichtig, dass es schwer sein wird, gesicherte Zusammenhänge einzelner Faktoren zu beweisen. Erst durch die Kombination vieler Ergebnisse können die neuen Erkenntnisse in der Praxis helfen, individuelle Ernährungsempfehlungen zu geben.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.dana-farber.org

http://jamanetwork.com/journals/jamaoncology/article-abstract/2598745

Kontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Rechtliche Hinweise
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäβ § 27 a Umsatzsteuergesetz lautet
DE 114 110 249.

Homöopathischer Weltärztekongress, Juni 2017, Leipzig

Ärztliche Zusammenarbeit zum Wohle des Patienten

Pressemeldungen Gesundheit

Pressemeldungen Gesundheit

Prof. Dr. med. Jürgen Pannek ist Chefarzt der Neuro-Urologie des Schweizer Paraplegiker-Zentrums in Nottwill. Während des Homöopathischen Weltärztekongresses Mitte Juni in Leipzig moderiert er das Dialogforum Urologie – Niereninsuffizienz und Harnwegsinfekte. Weitere Experten in diesem Forum sind der indische Facharzt für Urologie und spezielle urologische Chirurgie, Dr. med. Alok Pareek, Prof. Dr. med. Jens Lutz, Leiter des Schwerpunktes Nephrologie, Universitätsmedizin Mainz, und Dr. med. Martin Bündner, Facharzt für Allgemeinmedizin aus Tübingen. Es gibt während des 72. Homöopathischen Weltärztekongresses, zu dem etwa 1.200 Ärztinnen und Ärzte aus rund 60 Nationen erwartet werden, verschiedene Dialogforen, in denen zu bestimmten Themen verschiedene medizinische Ansätze diskutiert werden. Gemäß dem Kongress-Mottos Ärztliche Zusammenarbeit zum Wohle des Patienten soll die wissenschaftliche und therapeutische Vernetzung der Homöopathie mit anderen ärztlichen Disziplinen und Fachgesellschaften weiter entwickelt werden – es sprechen 120 Referenten. Ein Ziel ist, Patienten mit Mehrfachdiagnosen oder schweren chronischen Erkrankungen leichter individuelle Therapiemöglichkeiten bereitstellen zu können. Es soll aber auch gezeigt werden, wie integrative Medizin bereits schon heute in der täglichen Praxis angewendet wird.

Ärztliche Homöopathie kennenlernen – Schnupperkurse für Ärzte und Apotheker

Ärzte und Apotheker mit wenig oder keiner Homöopathie Erfahrung können in separaten Veranstaltungen erste Einblicke in die Therapiemethode bekommen. Erfahrene homöopathische Ärzte erläutern die Einsatzmöglichkeiten bei akuten und chronischen Erkrankungen und ein Apotheker gibt Einblicke in das Thema Homöopathie in der Apotheke.

Samuel Hahnemann in Leipzig

Samuel Hahnemann begann in Leipzig 1775 sein Medizinstudium, 1811 kehrte der Begründer der Homöopathie in die Stadt zurück, lehrte an der Universität und führte eine Praxis. 1821 verließ Hahnemann Leipzig und ließ sich in Köthen nieder. 1851 wurde das Hahnemann-Denkmal in Leipzig enthüllt, das heute noch besichtigt werden kann.

Am 28. Februar endet der Frühbucherrabatt

Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ, www.dzvhae.de) ist Ausrichter des 72. Homöopathischen Weltärztekongresses der Liga Medicorum Homoeopathica Internationalis (LMHI). Der Kongress findet vom 14. bis 17. Juni 2017 in der Kongresshalle Leipzig statt. Schirmherrin ist Annette Widmann-Mauz, parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Gesundheit. Alle Informationen und die Online-Anmeldung befinden sich auf www.lmhi-congress-2017.de.

Kongress kompakt

  1. Homöopathischer Weltärztekongress

NETWORKING IN MEDICAL CARE – Ärztliche Zusammenarbeit zum Wohle der Patienten

14.-17. Juni 2017, Kongresshalle Leipzig

Schirmherrschaft: Annette Widmann-Mauz, Staatssekretärin beim Bundesministerium für Gesundheit

www.lmhi-congress-2017.de

Pressekontakt / Akkreditierung

Christoph Trapp, Redaktionsbüro Trapp, Wilskistraße 114, 14163 Berlin, 0170 9917649

dialog@redaktionsbuero-trapp.de

www.redaktionsbuero-trapp.de

Curry-Inhaltsstoff Kurkumin wirkt wie Kortison entzündungshemmend

Forschung Wissenschaft Gesundheit

Forschung Wissenschaft Gesundheit

Pharmazeutinnen von der Universität des Saarlandes ist es gelungen nachzuweisen, warum Kurkumin antientzündlich wirkt:

Der Stoff, dem Currypulver seine gelbe Farbe verdankt, beeinflusst wie Kortison gezielt ein bestimmtes Protein („Gilz“), das bei Entzündungen im menschlichen Körper eine Schlüsselrolle spielt.

In ihrer aktuellen Studie haben Professor Alexandra K. Kiemer und Jessica Hoppstädter gemeinsam mit Forschern der Universitäten Frankfurt am Main und Perugia (Italien) belegt, dass dieses Protein, das bei Entzündungsprozessen typischerweise verschwindet, durch Kurkumin gezielt vermehrt gebildet wird.

Mehr Infos dazu unter https://idw-online.de/de/news663360

Quelle: Universität des Saarlandes, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

Obst und Gemüse

Konsum nach wie vor zu gering

Pressemeldungen Gesundheit

Pressemeldungen Gesundheit

(aid) – Jeder dritte Europäer isst nicht täglich Obst und Gemüse, und nur 14 Prozent kommen auf die empfohlenen fünf Portionen. Das zeigen Daten der Europäischen Gesundheitsbefragung (EHIS), für die im Jahr 2014 EU-Bürger ab einem Alter von 15 Jahren interviewt wurden. Die Ergebnisse wurden von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, kürzlich veröffentlicht. Die EU-weite Kampagne „5 am Tag“ stützt sich auf die Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation, die den täglichen Verzehr von mindestens 400 g Obst und Gemüse (ohne Kartoffeln und anderes stärkehaltiges Knollengemüse) befürwortet.

Von Land zu Land gab es dabei große Unterschiede: So war der Obst- und Gemüsekonsum in Großbritannien und Nordirland am höchsten. Aber selbst bei diesem ersten Rang war der Obst und Gemüse-Konsum nicht so, wie sich das Gesundheitswissenschaftler wünschen: Lediglich 33 Prozent der Bürger aßen fünf Portionen täglich. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Dänemark (26 %) und die Niederlande (25 %). Auch in Portugal (18 %), Estland (17%), Malta (17 %) und Zypern (16%) hielt sich ein nennenswerter Anteil der Bevölkerung an die „5 am Tag“-Regel. Rumänien und Bulgarien bildeten dagegen mit je vier Prozent die Schlusslichter.

Der Zusammenhang mit dem Bildungsgrad wurde statistisch belegt. In allen EU-Ländern wurde die „5 am Tag“-Empfehlung von Menschen mit höherem Bildungsgrad häufiger befolgt (19 %) als bei einem niedrigen Bildungsgrad (12 %). Ob das mit einem größeren Wissen über die Bedeutung einer gesunden Ernährung zusammenhängt, ist aber schwer zu beurteilen; zu groß sind die Unterschiede in den einzelnen Ländern. In Großbritannien und Nordirland zum Beispiel war die Kluft mit 41 Prozent zu 25 Prozent am größten. In Griechenland, Deutschland und Österreich machte dieses Unterscheidungsmerkmal weniger als zwei Prozentpunkte aus. Auch das Klischee, dass Frauen sich gesundheitsbewusster ernähren als Männer, kann sich bestätigt sehen: Bei hohem Bildungsniveau lag der Anteil der Frauen bei 23 Prozent und der Männer bei gerade einmal 14 Prozent in Sachen 5-am-Tag.

In Deutschland essen knapp 10 Prozent der Bürger fünf Portionen Obst und Gemüse täglich, was europaweit im Mittelfeld liegt. Zu ähnlichen Zahlen kam die Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1) für die Jahre 2008 bis 2011: 15 Prozent der Frauen und 7 Prozent der Männer ab 18 Jahren erreichten diese Mengen. Was das für Rückschlüsse in der Ernährungskommunikation auf europäischer Ebene nach sich zieht, bleibt bis dato dahingestellt.

Heike Kreutz, Harald Seitz, www.aid.de

Weitere Informationen:

http://edoc.rki.de/oa/articles/reQmHyLvhTQew/PDF/23e632IIgrVbo.pdf

Mehr zum Thema „5 am Tag – wie funktioniert das im Alltag?“ erfahren Sie hier:
http://www.aid.de/inhalt/mehr-gemuese-und-obst-6700.html
http://www.aid.de/inhalt/5-am-tag-check-5422.php

aid-Poster „aid-Saisonkalender Obst und Gemüse“
Bestell-Nr. 3488, Preis: 2,50 Euro
www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=3488

Wer entscheidet über die Krebstherapie

Leitlinien, ärztliche Experten oder mündige Patienten?

Pressemeldungen Gesundheit

Pressemeldungen Gesundheit

Ärzte, die auf leitliniengerechte Behandlung pochen, Patienten, die bei der Wahl der Therapie ihrer Erkrankung mitentscheiden möchten. Die Konstellation ist konfliktreich. Die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. plädiert für eine integrative Medizin: Ärzte und Patienten entscheiden gemeinsam.

Häufig sind die Leitlinien von Fachgesellschaften Grundlage für Therapieentscheidungen bei Krebs. „Konflikte zwischen Arzt und mündigen Patienten sind vorprogrammiert, wenn diese Leitlinien nicht als Empfehlung, sondern als notwendiger Behandlungskatalog gesehen werden, an den sich die Patienten halten sollen”, sagt Dr. med. Nicole Weis von der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. (GfBK) in Heidelberg.

Beispiel Brustkrebs: Zwei Drittel der Patientinnen möchten aktiv in die Therapieentscheidungen einbezogen werden. Besonders Brustkrebspatientinnen haben den Wunsch, auch komplementär-medizinisch beraten zu werden, so die langjährige Erfahrung der Krebsabwehr (GfBK), eine wachsende Zahl von Frauen ist kritisch gegenüber Chemo- und Strahlentherapien eingestellt.

Für 70 Prozent der Krebspatienten ist das persönliche Gespräch mit dem Arzt die wichtigste Informationsquelle, so das Ergebnis einer Studie der Universität Frankfurt/Main. Patienten suchen eine individuelle Beratung, die sie bei ihrem persönlichen Umgang mit der Krankheit Krebs unterstützt. Diesem Wunsch steht der Zeitmangel in Kliniken und Praxen gegenüber. „Den erleben die Patientinnen spätestens dann, wenn sie individuelle Fragen stellen oder Therapievorschläge kritisch hinterfragen”, so Weis weiter.

Viele Frauen machen dann die Erfahrung, dass im zu kurzen Arztgespräch Zeitdruck und Angst aufgebaut werden. Patientinnen würden dazu gedrängt, die Operation oder Chemotherapie innerhalb kürzester Zeit durchführen zu lassen. Angst werde zum Hauptgrund für die Therapie-entscheidung. „Dabei ist Brustkrebs kein Notfall.” So zeigte eine dänische Studie mit 750 Frauen, dass ein früher Beginn einer Chemotherapie innerhalb der ersten drei Wochen nach Operation keinen Überlebensvorteil bedeutet.

Im Klinikalltag werde die gemeinsame Entscheidungsfindung häufig verwechselt mit dem Konstrukt des „informed consent”, der informierten Entscheidung. Der Patient wird aufgeklärt und stimmt den vorgeschlagenen „leitliniengerechten” Therapieoption der ärztlichen Experten zu.

Die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. setzt sich für das „Shared Decision Making”, also die gemeinschaftliche Entscheidungsfindung ein. Ausgangsthese hier ist: Es gibt nicht die eine optimale Therapie für den einzelnen Patienten, die von Experten bestimmt wird. Die aktive Mitarbeit der Patienten und die Einbeziehung der persönlichen, körperlichen und seelischen Gegebenheiten ist notwendig, um die optimale Therapie in einer gemeinsamen Entscheidung festzulegen.

Therapiefreiheit der Ärzte und Selbstbestimmungsrecht der Patienten

Leitlinien bzw. Empfehlungen der jeweiligen Fachgesellschaften beinhalten keine rechtliche Verpflichtung. Werden Patienten über mögliche Risiken aufgeklärt, darf der behandelnde Arzt im Interesse des Patienten und der Weiterentwicklung der medizinischen Wissenschaft von den Leitlinien abweichen und neue bzw. unkonventionelle Behandlungsmethoden einsetzen. Rechtlich gesehen ist die Basis der heilberuflichen Profession die sogenannte Therapiefreiheit.

Patienten wiederum haben aufgrund des verfassungsrechtlich garantierten Selbstbestimmungs-rechtes die Wahl, von welchem Arzt und mit welchen Therapien sie sich behandeln lassen wollen. Das beinhaltet auch das Recht auf eine (vermeintlich) medizinisch unvernünftige Entscheidung. Jede in den Leitlinien fixierte Therapie darf abgelehnt werden.

Dr. med. Nicole Weis fordert eine neue Kultur der Integration in der heutigen Medizin. „Neu im Sinne davon, dass die Medizin wieder als Dienstleistung am Patienten verstanden wird.” Auch wenn die am Patienten orientierte, individualisierte, ganzheitliche Beratung mehr Zeit erfordert. „Sie lohnt sich, da die Patienten besser in der Lage sind, die für sie stimmige Entscheidung und deren Konsequenzen mitzutragen.”

Der Fachartikel zum Thema
Dr. med. Nicole Weis, „Zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Patientenkompetenz und Leitlinien-orientierte Medizin – ein Plädoyer”, Deutsche Zeitschrift für Onkologie 2016; 2/2016, Band 48: S. 48–54

Pressekontakt
Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. (GfBK)
Rainer Lange, Pressereferent
06221 – 433-2108
presse@biokrebs.de

Die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. (GfBK) ist ein unabhängiger, gemeinnütziger Verein, der seit 34 Jahren Krebspatienten, Angehörige und Therapeuten unterstützt. Mit über 12.000 Mitgliedern und Förderern ist sie die größte Beratungsorganisation für ganzheitliche Medizin gegen Krebs im deutschsprachigen Raum.
Die GfBK setzt sich ein für eine individuelle, menschliche Krebstherapie, in der naturheilkundliche Methoden besonders berücksichtigt werden. Die Gesellschaft berät kostenfrei und unabhängig über bewährte biologische Therapieverfahren. Die Arbeit wird ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und private Spenden finanziert. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) hat der GfBK das Spendensiegel zuerkannt.

Kuschelhormon wirkt schmerzlindernd

Max-Planck-Forscher entdecken eine neue Wirkung von Oxytocin

Forschung Wissenschaft Gesundheit

Forschung Wissenschaft Gesundheit

Manchmal reichen kleine Moleküle aus, um unsere Stimmung oder auch den Stoffwechsel zu verändern: eines wie Oxytocin, das an der Entstehung von Gefühlen wie Vertrauen und Liebe beteiligt ist. Das Hormon wird ausschließlich im Gehirn gebildet und unter anderem über die Hirnanhangsdrüse ins Blut abgegeben. Bislang war unbekannt, warum diese Oxytocin-produzierenden Nervenzellen mit dem Hirnstamm und dem Rückenmark verknüpft sind. Forscher des Max-Planck-Instituts für medizinische Forschung in Heidelberg haben nun eine kleine Population an Nervenzellen entdeckt, die die Ausschüttung von Oxytocin ins Blut koordiniert und auch Zellen im Rückenmark anregt. Eine Reizung dieser Zellen erhöht den Oxytocinspiegel im Körper und hat eine schmerzlindernde Wirkung.

Mehr Infos dazu unter https://idw-online.de/de/news647219

Quelle: Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V., Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Tausendsassa Aloe vera bei Diabetes

Hilft die Einnahme Diabetikern?

Forschung Wissenschaft Gesundheit

Forschung Wissenschaft Gesundheit

In Deutschland leben etwa sechs Millionen Menschen mit Diabetes Mellitus (DM). Die Dunkelziffer ist noch höher. Und die Zahl nimmt leider weiter dramatisch zu. Globale Daten der Internationalen Diabetes-Föderation (IDF) [1] aus dem Jahr 2015 zeigen immensen Zuwachs weltweit und in Deutschland. Es wird in drei Haupttypen der Diabetes unterteilt. Über 90 Prozent der Erkrankten Deutschen sind Typ-2-Diabetiker. Die chronische Stoffwechselkrankheit zeigt sich durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel. Langfristig können Blutgefäße und Nerven geschädigt werden und somit Organprobleme entstehen.

Neun Studien im Überblick
Mit ihrer Metaanalyse untersuchten kalifornische Wissenschaftler die Wirksamkeit der oralen Einnahme von Aloe vera bei Diabetikern.[2]

Mehr Infos dazu unter http://www.carstens-stiftung.de/artikel/hilft-tausendsassa-aloe-vera-auch-diabetikern.html

Quelle: Carstens-Stiftung

Risikogene für Eiweißausscheidung im Urin von Diabetikern identifiziert

Wissenschaftler haben zwei Gene entdeckt, die bei Diabetikern das Risiko für eine vermehrte Eiweißausscheidung im Urin erhöhen.

Forschung Wissenschaft Gesundheit

Forschung Wissenschaft Gesundheit

Die übermäßige Ausscheidung von Eiweißen im Urin, insbesondere von Albumin, ist ein Zeichen für eine fortschreitende Nierenerkrankung. Die Ergebnisse der Mega-Studie wurden am 2. Dezember 2015 online im Fachmagazin Diabetes (http://diabetes.diabetesjournals.org ) veröffentlicht.

An der Mega-Studie war ein internationales Team von mehr als 120 Wissenschaftlern beteiligt, die im CKDGen-Konsortium (1) zusammengeschlossen sind. Zu ihnen gehören auch Forscher der Universitätsmedizin Greifswald.

Mehr Infos dazu: https://idw-online.de/de/news643641

Quelle: Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

Zika-Viren

Zika-Viren: Könnten sie bald auch in Europa und Deutschland auftauchen?

Forschung Wissenschaft Gesundheit

Forschung Wissenschaft Gesundheit

In Südamerika, vor allem in Brasilien, breiten sich derzeit die Zika-Viren rasant aus, übertragen von der Mückenart Aedes aegypti. Die Viren stehen im Verdacht, bei Schwangeren das Ungeborene zu schädigen und eine Fehlbildung des Gehirns auszulösen. Einen Impfstoff gibt es bisher nicht; Programme zur Vernichtung der Mücken sind angelaufen. Können die Viren bald auch nach Europa gelangen und wie riskant sind die kommenden Olympischen Spiele in Rio de Janeiro? Ein Experte am Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF), Prof. Dr. Jan Felix Drexler, Universität Bonn, bewertet die Situation und plädiert für mehr Forschung und weniger Panikmache.

Mehr Infos dazu unter https://idw-online.de/de/news645216

Quelle: Deutsches Zentrum für Infektionsforschung, Informationsdienst Wissenschaft (idw)