Kategorie-Archiv: Naturheilkunde Verständnisfragen

Australische Homöopathie-Studie: „Eine Täuschung der Öffentlichkeit“

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Der Direktor des Londoner Homeopathy Research Institut (HRI), Dr. Alexander Tournier, erhebt schwere Vorwürfe gegen den staatlichen Forschungsrat Australiens und wirft ihm „Täuschung der Öffentlichkeit“ vor. Der Nationale Rat für Gesundheit und medizinische Forschung (National Health and Medical Research Council, NHMCR) hatte vor zwei Jahren eine Übersichtsstudie (Review) zur Homöopathie mit dem Ergebnis veröffentlicht, Homöopathie wirke nicht besser als Placebo. Diese Aussage ging auch in Deutschland durch viele Medien und wurde als ein Beleg für die angebliche Unwirksamkeit der Homöopathie angeführt. „Die Ungenauigkeiten im Bericht des NHMCR sind so extrem“, erklärt Tournier, „dass wir uns dazu entschlossen haben, eine gründliche Untersuchung durchzuführen, die die Hintergründe aufdeckt“.

Das HRI hat eine Beschwerde bei einer offiziellen Commonwealth-Stelle eingelegt und aktuell erste Ergebnisse seiner Recherche veröffentlicht. „Es ist ungeheuerlich, dass mit derart verzerrten Daten weltweit politische Meinungsbildung betrieben wird“, sagt Cornelia Bajic, 1. Vorsitzende des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ). „Wenn sich dieser schwere Verdacht weiter erhärtet, ist das ein handfester Skandal: Auch der deutschen Öffentlichkeit, universitären Einrichtungen und den politischen Entscheidungsträgern wurde auf dieser Weise suggeriert, die Homöopathie sei angeblich eine Placebo-Medizin. Die korrekte Studienlage, die deutlich die Wirksamkeit der homöopathischen Therapiemethode belegt, wird einfach verschwiegen“, so Bajic weiter. Zentrale Ergebnisse der HRI-Recherche sind:

  • Das Review wurde zweimal durchgeführt, was bisher unbekannt war. Da das erste Review nicht die gewünschten Ergebnisse gezeigt hatte, wurde ein zweites erstellt.
  • Die Existenz des ersten Berichtes wurde der Öffentlichkeit nie mitgeteilt, sondern erst durch eine Anfrage entsprechend dem australischen Informationsfreiheitsgesetz aufgedeckt.
  • Der NHMCR hatte veröffentlicht, das Review basiere auf mehr als 1.800 Studien. Tatsächlich wurden jedoch nur 176 Studien begutachtet. Von diesen 176 Studien wurden 171 vom Review ausgeschlossen. Gründe dafür waren, dass sie entweder nicht in englischer Sprache verfasst waren oder weniger als 150 Teilnehmer hatten. Es blieben letztlich nur 5 Studien, auf denen das Review basiert.
  • Diese Kriterien sind nicht nachvollziehbar und wurden vom NHMCR bei keinem anderen Review angewendet. Das NHMCR führt selbst Studien mit unter 150 Teilnehmern durch.
  • Der Vorsitzende des NHMCR-Ausschusses, der das Review verantwortet, ist Mitglied der politischen Lobby-Gruppe „Friends of Science in Medicine“ (FSM), die sich aktiv gegen die Homöopathie einsetzt. Trotzdem unterzeichnete der Vorsitzende eine „Declaration of Interest“, die besagt, dass er nicht mit einer Organisation verbunden sei, „die sich für oder gegen die Homöopathie einsetzt“.
  • Es wurde bei der Erstellung des Reviews gegen die NHMCR-eigenen Regeln verstoßen, auch gegen die, dass zumindest ein Experte – in diesem Fall ein Homöopathie-Experte – dem Ausschuss angehören müsse.

„Wir fühlen uns an die 2005 im Lancet publizierte Studie von Shang et. al. erinnert, die bereits vor über einem Jahrzehnt das ‚Ende der Homöopathie‘ postulierten wollte“, erklärt Bajic, „auch damals wurden nicht 220 Studien ausgewertet, wie angegeben, sondern lediglich 6 konventionelle im Vergleich zu 8 Homöopathie-Studien“. Ungeachtet solcher Versuche habe sich die Erfolgsgeschichte der Homöopathie in den letzten Jahren fortgesetzt – national wie global. Bajic: „In der Schweiz ist die Homöopathie beispielsweise seit dem letzten Jahr Regelleistung der obligatorischen Krankenversicherung.“

Bajic empfiehlt zum Thema Homöopathie-Forschung den Forschungsbericht „Der aktuelle Stand der Forschung zur Homöopathie“, der Mitte des letzten Jahres von der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Homöopathie (WissHom) veröffentlicht wurde. Im Fazit kommen die Wissenschaftler und Ärzte der WissHom zu einer klaren Aussage: „Eine zusammenfassende Betrachtung klinischer Forschungsdaten belegt hinreichend einen therapeutischen Nutzen der homöopathischen Behandlung. Die Ergebnisse zahlreicher placebokontrollierter Studien sowie Experimente aus der Grundlagenforschung sprechen darüber hinaus für eine spezifische Wirkung potenzierter Arzneimittel.“ Download des kompletten Forschungsberichts unter: http://www.homoeopathie-online.info/category/forschung/

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Weiterführende Links:

Informationen zur Recherche des HRI: https://www.hri-research.org/resources/homeopathy-the-debate/the-australian-report-on-homeopathy/

Informationen zum HRI: www.hri-research.org/about-hri

Informationen zur Beschwerde beim Commonwealth-Ombudsman: https://www.hri-research.org/wp-content/uploads/2017/04/Executive-Summary-to-Ombudsman-Complaint-re-NHMRC-Homeopathy-Review-FINAL.pdf

Film-Tipp:

In den Film „Just One Drop“, der am 6. April in London uraufgeführt wurde, sind unter anderem die Rechercheergebnisse des Londoner HRI mit eingeflossen: www.indiegogo.com/projects/just-one-drop-a-film-about-homeopathy#/

Kontakt:

– Pressestelle/Redaktion –
Hauptstadtbüro Integrative Medizin und Gesundheit

DZVhÄ
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10117 Berlin
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Entwarnung: Homöopathische Arzneimittel in Deutschland sind sicher

Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) ist bestürzt über Meldungen aus den USA, laut denen ein Herstellungsfehler bei einem homöopathischen Medikament zu Todesfällen geführt haben könnte.

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Nach entsprechenden Medienberichten in Deutschland erklärt das Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), das in Deutschland für die Sicherheit von Arzneimitteln zuständig ist: „Mit Blick auf den Patientenschutz gibt es in Deutschland weitergehende Regelungen, die gewährleisten, dass die Sicherheit von homöopathischen Arzneimitteln vorab durch das BfArM geprüft wird.“

Das mutmaßlich tödliche Präparat aus Amerika enthält u. A. Belladonna (Tollkirsche). Es soll in der Potenz D 12 hergestellt worden sein. Bei korrekter Herstellung beträgt die Menge am Gift der Tollkirsche im Medikament also ca. 0,0000000000001 mg. Bei dieser Menge an Wirkstoff ist eine Vergiftung von Patienten nicht möglich.

Es wäre ein Fehlschluss, aus einem Herstellungsfehler abzuleiten, dass die Homöopathie als Therapieoption gefährlich sei. Laut Daten aus der Versorgungsforschung treten im klinischen Alltag bei Patienten, die sich homöopathisch behandeln lassen, relevante Verbesserungen auf. Ähnlich stark ausgeprägt wie in der konventionellen Medizin, nur mit weniger Nebenwirkungen.

In den USA werden homöopathische Arzneimittel – anders als in Deutschland – nicht von der Arzneimittelbehörde geprüft und zugelassen. Homöopathische Arzneimittel unterliegen dort auch keiner Apothekenpflicht und die Angabe von Anwendungsgebieten wird von den Herstellern festgelegt.

Die Situation in Deutschland und den anderen Ländern der EU ist gänzlich anders. – Homöopathische Arzneimittel müssen hier registriert bzw. zugelassen werden und unterliegen auch in der Herstellung einer Qualitätskontrolle seitens der Arzneimittelbehörde BfArM, die der DZVhÄ ausdrücklich befürwortet.

Kontakt/Pressestelle:
Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ)
Hauptstadtbüro Komplementärmedizin, Pressesprecher Björn Bendig M.A.
Axel-Springer-Str. 54 B
10117 Berlin
Tel 030 – 325 97 34 13
Fax 030 – 325 97 34 19

Die DZVhÄ-Internetseiten im Überblick:
Hauptseite: www.dzvhae.de ǀ Weiterbildung: www.weiterbildung-homoeopathie.de ǀ Kongressseite: www.homoeopathie-kongress.de ǀ Patientenportal: www.homöopathie-online.info ǀ Stiftung: www.homoeopathie-stiftung.de ǀ Hom. Weltärztekongress: www.lmhi-congress-2017.de

Gute Erfolge mit Homöopathie

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„Mein Heuschnupfen ist fast weg, seitdem ich bei meiner Homöopathin in Behandlung bin“. Solche oder ähnliche Sätze hört man im Familien- und Freundeskreis häufig. Doch kaum ein medizinisches Verfahren wird so kontrovers diskutiert wie die Homöopathie. Trotzdem begeben sich immer mehr Menschen in eine homöopathische Behandlung bei Heilpraktikern und berichten darüber, wie sie ihnen geholfen hat. Wie lässt sich dies erklären? Der Verband Klassischer Homöopathen e.V. (VKHD) ist der Frage nachgegangen.

Die Frage nach der Wirksamkeit der Homöopathie geistert seit einiger Zeit durch die Medien. Der Wirkmechanismus der homöopathischen Arzneien konnte in der Tat noch nicht abschließend geklärt werden. Daraus schlussfolgern Homöopathie-Kritiker, dass die Homöopathie unwirksam sei. Befürworter der Methode halten die vielen Studien dagegen, die einen Beleg für die Wirksamkeit der homöopathischen Behandlung erbringen. Ein entsprechender Forschungs-Reader der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Homöopathie (Wisshom) hat viele dieser Studien zusammengetragen und so zugänglich gemacht.

Patienten sind unbeeindruckt von der Diskussion

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Ungeachtet aller Kritik an der Methode, suchen immer mehr Menschen Hilfe bei homöopathisch arbeitenden Heilpraktikern. Gerade Patienten, die an chronischen Erkrankungen leiden und schulmedizinisch als „austherapiert“ gelten, finden den Weg in die Praxen von Homöopathen. Aber auch Eltern mit Kindern konsultieren häufig homöopathische Heilpraktiker, weil sie z.B. die Nebenwirkungen schulmedizinischer Medikation scheuen. Laut einer Umfrage, die das Forsa-Institut für die Deutsche Homöopathie Union im Jahr 2014 durchgeführt hat, sind 76 % der Homöopathie-Anwender mit den Ergebnissen der Therapie zufrieden, unter den weiblichen Anwendern waren es sogar 81 %. Die homöopathische Behandlung zeigt also ganz offensichtlich Erfolge. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Wer darf homöopathisch behandeln?

„Eine offizielle Berufsbezeichnung „Homöopath“ gibt es nicht“, erläutert Ralf Dissemond, 1. Vorsitzender des VKHD. „Homöopathisch behandeln darf entweder ein Heilpraktiker oder ein Arzt, der über eine solide Ausbildung in klassischer Homöopathie verfügt. Diese Therapeuten arbeiten nach den Regeln der Einzelmittel-Homöopathie und setzen keine als Komplexmittel bezeichneten Gemische verschiedener homöopathisch aufbereiteter Substanzen ein. Vielmehr verabreichen sie nur jeweils ein homöopathisches Arzneimittel aus einer genau definierten Ausgangssubstanz. Dies erfordert eine sehr aufwändige Ausbildung und das langjährige Studium der Charakteristika der eingesetzten homöopathischen Arzneien.“

Heilpraktiker nehmen sich viel Zeit für Ihre Patienten

„Im Vergleich zu homöopathisch arbeitenden Ärzten haben Heilpraktiker einen großen Vorteil“, erläutert Dr. Birgit Weyel, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit im Vorstand des VKHD. „Wir können uns deutlich mehr Zeit für unsere Patienten nehmen und ihnen in aller Ruhe zuhören. Zuerst machen wir eine sehr vollständige Anamnese, in der wirklich jedes einzelne Symptom erfragt wird. Außerdem führen wir intensive Gespräche mit unseren Patienten, erkundigen uns nach ärztlichen Befunden und verschriebenen Medikamenten, erklären Diagnosen und Therapievorschläge ausführlich und vor allen Dingen verständlich. Zudem thematisieren wir auch Fragen der Lebensführung und der Lebenssituation unserer Patienten.“

„Oftmals erhalten wir einen guten Einblick in das Leben und die Krankheitshistorie unserer Patienten, und blicken so auch hinter manche „Kulisse“. Das ist vielen Ärzten wegen des hohen Zeitdrucks in der Praxis kaum noch möglich. Im Grunde nehmen wir oft die Rolle ein, die früher der klassische „Hausarzt“ hatte“, so Weyel.

Individualisierender Ansatz

Was ist so besonders an dem Verfahren? Die Homöopathie beinhaltet eine umfassende Sichtweise von Gesundheit, Krankheit und Heilungsprozessen. Im Krankheitsfall geht sie von der grundlegenden Fähigkeit des einzelnen Menschen aus, auf störende Einflüsse in geeigneter Weise zu reagieren und das ursprünglich gesunde Gleichgewicht wieder herzustellen. In der klassischen Homöopathie werden die individuellen Symptome des Patienten sowie ihre Auslöser erforscht, und diese dienen als Grundlage der Verschreibung. Dabei berücksichtigen Homöopathen neben der Hauptbeschwerde auch den Gesamtzustand des Patienten, einschließlich seiner emotionalen und psychischen Verfassung.

Aufwändige Anamnese und spezielle Methodik

Wichtige Schritte der Behandlung sind eine intensive Anamneseerhebung in akuten und chronischen Krankheitsfällen gefolgt von der homöopathischen Fallanalyse, Arzneiwahl und -anwendung (Potenzwahl und Dosierung) sowie der Beurteilung des Behandlungsverlaufs. Grundlage ist die Verordnung eines Arzneimittels nach dem Ähnlichkeitsprinzip. Dies bedeutet: Als Heilmittel wird eine Arzneisubstanz verabreicht, die bei einem Gesunden die Symptome hervorbringt, die den Symptomen des Kranken am ähnlichsten entsprechen. Gut gewählte homöopathische Mittel setzen einen Impuls und ermöglichen es dem Körper, sich selbst gegen die Erkrankung durchzusetzen.

Homöopathie spricht für sich

„Mit unserer umfassenden Sicht und der gemeinsamen Arbeit mit unseren Patienten, in Kombination mit der Wahl des richtigen Arzneimittels, verhelfen wir so vielen unserer Patienten zu mehr Gesundheit, dass diese die theoretische Diskussion um die Wissenschaftlichkeit der Homöopathie nicht beeindruckt. Wir sind für unsere Patienten längst zu einer Ergänzung in einer oft einseitig naturwissenschaftlich empfundenen und betriebswirtschaftlich verwalteten Gesundheitswirtschaft und fester Bestandteil des Gesundheitssystems geworden“, zieht Dissemond das Fazit.

Weitere Informationen
-Der Verband klassischer Homöopathen Deutschlands VKHD e.V.: http://www.vkhd.de
-Therapeutenlisten mit zertifizierten Homöopathen finden Sie unter www.homoeopathie-zertifikat.de/index.php/therapeutensuche-menu und unter www.bkhd-zweckbetrieb.de/therapeuten.php

Diese „Pressemitteilung“ ist eine unverbindliche Information und Meinungsäußerung des Verbands Klassischer Homöopathen Deutschlands e. V.

Der Verband klassischer Homöopathen Deutschlands e. V. (VKHD) ist der einzige Berufsverband für klassisch homöopathisch therapierende Heilpraktiker in Deutschland mit derzeit 1400 aktiven Mitgliedern. Der Verband vertritt seit 1997 die berufsspezifischen Interessen von homöopathisch arbeitenden Heilpraktikern.

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Wenn in der Medizin Wunder geschehen

Heilung ist auf vielen Wegen möglich, wenn Therapeuten vernünftig zusammenarbeiten.

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Es hört sich an wie in einem Traum. Schulmedizin und Alternativmedizin arbeiten Hand in Hand zum Wohle des Patienten. Ist dieses Wunder in der Medizin möglich?

Der historische Streit, wer Heilung bewirkt

Bekanntlich gehen sich die Verfechter der verschiedenen medizinischen Disziplinen traditionell aus dem Weg. Seit Jahrhunderten nimmt jeder für sich das Recht zur Heilung in Anspruch. Die Diskrepanzen reichen bis hin zu handfesten Streitigkeiten unter den Medizinern, wer der Bessere sei. Lange Zeit schien es, als würde die alternative Medizin unter dem Argument fehlender anerkannter wissenschaftlicher Nachweise verdrängt werden. Doch immer mehr Menschen, Patienten und viele Therapeuten, wünschen sich ein Miteinander.

Auf dem Weg zur Heilung breites Spektrum der Medizin nutzen

Sie wollen die Vorteile aus Schulmedizin und Alternativmedizin sinnvoll kombinieren, wenn es darum geht, echte Heilung zu bewirken. Betroffene wünschen sich in dieser Situation keine Wunder in der Medizin, sondern echte Hilfe. Und gerade dann wird die Hinwendung zur Alternativmedizin noch deutlicher. Der Druck vom Markt scheint so groß zu sein, dass inzwischen die Medien diese Vorteile kommunizieren. So tituliert beispielsweise die Apotheken Umschau in ihrer Januar 2017-Ausgabe mit „Heilen im Team“ und spricht sogar von „Versöhnung von Medizin und alternativen Verfahren“.

Das Wunder in der Medizin ist möglich

So sieht es auch der Autor des Buches „Vom Schmerz zur Heilung“, Michael Petersen. Im Kapitel, warum verstehen sich Allopathen und Homöopathen eigentlich nicht, beschreibt er einen Fall, in dem durch dieses Miteinander einem Patienten bestens geholfen werden konnte. Auch er sieht in einem sinnvollen Zusammenwirken schulmedizinischer und alternativmedizinischer Verfahren den Königsweg zugunsten des Patienten. Machbar sei dies, wenn jeder den Rahmen seiner Möglichkeiten ausschöpft und den anderen akzeptiert. Dann sind Schulmedizin und Alternativmedizin kein Widerspruch, sondern ein echter Weg zur Heilung. Für den Patienten aber auch für den Medizinerstreit.

 Vom Schmerz zur Heilung

Bis es sich weitgehend durchsetzt, dass die Mediziner der verschiedenen Richtungen einvernehmlich miteinander handeln, dürften noch viel Zeit und Überzeugungsarbeit notwendig sein. Aber ein Anfang scheint gemacht.

„Vom Schmerz zur Heilung“ von Michael Petersen ist entweder direkt beim tredition Verlag oder alternativ im Buchhandel zu beziehen.

Informationen:

Michael Petersen
Vom Schmerz zur Heilung
tredition Verlag, Hamburg, 2016, 188 Seiten
ISBN:
978-3-7345-4202-2 (Paperback)
978-3-7345-4203-9 (Hardcover)
978-3-7345-4204-6 (e-Book)

Der Autor:
Michael Petersen, Heilpraktiker, Online-Redakteur und Autor. Nach langjähriger Tätigkeit in einer großen Praxis, gibt er heute seine Erfahrungen auf publizistischem Wege weiter. Erfahrungen aus über fünfzehn Jahren mit dem ganzheitlich ursachenorientierten Ansatz – beobachtet und analysiert an zahlreichen Patienten.

Weitere Informationen zum Autor: https://tredition.de/autoren/michael-petersen-17919/
und zum Buch: https://tredition.de/autoren/michael-petersen-17919/vom-schmerz-zur-heilung-paperback-83464/

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Neue Referenzwerte für Natrium, Chlorid und Kalium

Schätzwerte gelten für angemessene Zufuhr

Pressemeldungen Gesundheit

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Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat die Referenzwerte für die Zufuhr von Natrium, Chlorid und Kalium aktualisiert. Die Schätzwerte basieren auf neuen wissenschaftlichen Daten, informiert die DGE. Sie werden nicht mehr wie bisher für die minimale Zufuhr angegeben, sondern für eine angemessene Zufuhr. Für Natrium gilt nun für Erwachsene eine tägliche Zufuhr von 1.500 mg als angemessen. Bei Chlorid sind es 2.300 mg und bei Kalium 4.000 mg. Bei Stillenden liegt der Schätzwert für eine angemessene Zufuhr von Kalium aufgrund des erhöhten Bedarfs bei 4.400 mg am Tag.

Natrium, Chlorid und Kalium sind für den Körper lebensnotwendig. Sie gehören zu den wichtigsten Elektrolyten und regulieren den Wasser- und Säure-Basen-Haushalt.

Natrium und Kalium werden zum Aufbau der elektrischen Spannung an den Zellmembranen gebraucht. Das ist die Voraussetzung für die Weiterleitung von Nervenimpulsen, die unter anderem Muskelkontraktionen und die Herzfunktion steuern. Kalium gewährleistet die Enzymfunktion und ist an der Bildung von Eiweißen und Glykogen beteiligt.

Natrium und Chlorid werden in erster Linie über Speisesalz (chemisch: Natriumchlorid) und die Nahrung aufgenommen. Bei den meisten Deutschen übersteigt die Salzzufuhr die angestrebten 6 g pro Tag. Der Salzgehalt eines vorverpackten Lebensmittels muss auf dem Etikett angegeben sein. Eine hohe Natriumzufuhr erhöht das Risiko für Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, während eine kaliumreiche Kost den Blutdruck senken kann.

Ernährungswissenschaftler empfehlen eine Ernährung, die den Körper mit vergleichsweise wenig Natrium und viel Kalium versorgt. Dazu gehören viel Obst und Gemüse, aber wenig verarbeitete Produkte wie Brot, Wurstwaren, Käse und Fertigerzeugnisse. Abschmecken mit Gewürzen und Kräutern spart Salz. Kalium ist vor allem in Haselnüssen, Mandeln, Trockenobst, Dinkel- und Roggenvollkornmehl enthalten.

Quelle: Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:

https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/

http://www.aid.de/inhalt/was-im-essen-steckt-vitamine-und-mineralstoffe-1307.html

aid-Heft „Vitamine und Mineralstoffe – eine starke Truppe“
Bestell-Nr. 1364, Preis: 4,00 Euro

www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=1364

Weitere Leseempfehlung:

Ein Buch, das in die ganzheitlichen Hintergründe der Gesundheit einführt:

 Vom Schmerz zur Heilung

Bioresonanz rät, Depressionen ganzheitlich anzugehen

Die Kombination verschiedener Behandlungsverfahren kann Menschen mit Depressionen weiterhelfen.

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Bei psychischen Problemen, wie Depressionen, kann die Kombination verschiedener Behandlungsmethoden aus Schulmedizin und Alternativmedizin hilfreich sein. Die Redaktion von bioresonanz-zukunft.de stellt verschiedene Möglichkeiten vor.

In der bevorstehenden Jahreszeit, wenn es draußen dunkler und unangenehmer ist, leiden Betroffene wieder stärker unter Depressionen. In der größten Not werden Psychopharmaka verabreicht. Doch die Medikamente helfen langfristig nicht gegen die psychischen Störungen, so die Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum. Sie halten Psychotherapien dauerhaft für wirksamer (Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)).

Ganzheitlicher Ansatz bei Depressionen

Ganzheitlich orientierte Therapeuten gehen weiter. Sie haben gute Erfahrungen gemacht in der Ergänzung mit alternativen Heilmitteln, wie die Pflanzenheilkunde und Homöopathie. Durch den Einsatz naturheilkundlicher Heilmittel wird angestrebt, die Selbstregulationskräfte des Organismus zu unterstützen und auf diese Weise auch der Psyche zu helfen. Dadurch erhöhe sich die Chance, dass die Psychotherapie besser greift bei Depressionen. So jedenfalls beobachten es langjährige Anwender.

Die Bioresonanz bei Depressionen

Immer öfter kommt dabei die Bioresonanz zum Einsatz. Mit ihren bioenergetischen Frequenzen analysiert sie die Selbstregulationsfähigkeit des Organismus und ermittelt gegebenenfalls energetische Regulationsstörungen, die anschließend dementsprechend harmonisiert werden. Ein typisches Beispiel: ergibt die Analyse mit der Bioresonanz nach Paul Schmidt eine energetische Regulationsstörung im Hormonhaushalt, so wird selbst dem medizinischen Laien klar, dass es zu Depressionen einen Zusammenhang geben muss, denn Hormone können erheblichen Einfluss auf das psychische Befinden haben. Selbst dann, wenn Laboruntersuchungen unauffällig sind. Leider lässt sich dieser Zusammenhang, der sich langjährigen Beobachtern geradezu aufdrängt, bis heute nicht wissenschaftlich nachweisen.

Welche Faktoren dabei noch eine Rolle spielen, kann man in dem Report psychische Störungen-was ist mit Bioresonanz möglich, nachlesen.

 Psychische Probleme – Ansatz der Bioresonanz

Wichtiger Hinweis: Die Bioresonanz gehört in den Bereich der Erfahrungsmedizin. Die klassische Schulmedizin hat die Wirkung bioenergetischer Schwingungen weder akzeptiert noch anerkannt. Die dargestellten Zusammenhänge gehen deshalb teilweise weit über den aktuellen Stand der Wissenschaft hinaus.

Die Redaktion von www.bioresonanz-zukunft.de veröffentlicht regelmäßig aktuelle Informationen über die Bioresonanz. Von den Hintergründen bis hin zu den Anwendungsmöglichkeiten, mit zahlreichen Erfahrungsberichten direkt aus den anwendenden Praxen. Aber auch zu den Fortschritten in der Wissenschaft.

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Behandlungsskandal in Naturheilzentrum mit 3-Bromopyrovat

Heilpraktiker-Berufs-Bund nimmt Stellung zum Behandlungsskandal in Naturheilzentrum

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In einem Naturheilzentrum in Bracht/Brüggen soll es bei Krebspatienten in einer Vielzahl zu Todesfällen gekommen sein. Im Mittelpunkt steht hierbei die Verabreichung eines nicht zugelassenen Präparates 3-Brompyrovat.

Für eindeutige Schlußfolgerungen und Beurteilungen ist es noch zu früh. Die Staatsanwaltschaft ermittelt und versucht, die Klarheit zu den Todesursachen zu finden. Liegen Fehlbehandlungen des Therapeuten vor? Hat dieser leichtfertig gehandelt? Handelt es sich um Folgen aus dem verabreichten Präparat? Oder waren es doch die Krebserkrankungen selbst? All dies wird durch die Staatsanwalt zu prüfen sein. Man kann nur hoffen, daß die Ermittlungen zu einem eindeutigen Ergebnis führen werden.

Eines scheint jedoch schon sicher zu sein: Der Heilpraktiker hat ein nicht zugelassenes Präparat eingesetzt und möglicherweise Risiken der Behandlung auf sich genommen. Dies spricht gegen die Grundauffassung der Heilpraktiker, deren gesetzliche Grundlagen, Berufsordnung, Berufsbild und Ethikrichtlinien. Wenn dem so ist, ist der Betreiber des Naturheilzentrums im Tätigkeitsbereich der Heilpraktiker fehl am Platze und die Erlaubnis ist einzuziehen. Wenn das verabreichte Präparat ein derartiges Risiko darstellt und darin Todesursachen zu suchen sind, muß die Frage gestellt werden ob und in welchem Umfange auch ein behördliches Versagen vorliegt. So manches harmloses pflanzliche und homöopathische Mittel wird als Risiko eingestuft und der Verschreibungpflicht unterworfen, während hier ein derartiges Mittel dann freiverkäuflich für Jedermann zu erwerben ist.

Jetzt aus diesem Fall Schlußfolgerungen mit angeblich nicht genügender Ausbildung der Heilpraktiker sowie Forderungen nach gesetzlichen Änderungen werden dem Berufsstand der Heilpraktiker nicht gerecht und sind eher diskriminierend. Die Heilpraktiker bilden sich gut und regelmäßig aus und weiter. Ihr oberstes Ziel ist, dem Patienten nicht zu schaden und Gefahren von ihm fernzuhalten. Innerhalb der Ärzteschaft kommt im Gegensatz zum vorliegenden Einzelfall gehäuft zu Risikosituationen, trotz ihrer universitären Ausbildung, und ohne daß wir damit den Ärztestand pauschal angreifen. Die Patienten können sich nach wie vor vertrauensfall an die Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker wenden. Der HBB steht jederzeit für alle Fragen zur Verfügung.

Quelle: Bernd Schmidt, Vorsitzender HBB – Heilpraktiker Berufs-Bund
Selbach 22, 34513 Waldeck
Tel.: 05634/994310 – Fax: 05634/994312
www.heilpraktiker-berufs-bund.de, info@heilpraktiker-berufs-bund.de

Globuli statt Schulmedizin? Wann Homöopathie Sinn macht

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Die Homöopathie gilt als sanfte Heilmethode, die die Selbstheilungskräfte des Körpers unterstützt.

Über ihren sinnvollen Einsatz und die Grenzen der Homöopathie berichtet Claudia Galler, Gesundheitsredakteurin von Deutschlands größter Arztempfehlung jameda (www.jameda.de).

Die Symptome bestimmen die Auswahl des homöopathischen Mittels

Der Grundpfeiler einer homöopathischen Behandlung ist das vertrauensvolle Verhältnis zwischen Arzt und Patient. Im Gespräch berichtet der Patient detailliert über seine Symptome, der Arzt wählt danach mit Hilfe homöopathischer Nachschlagewerke und eigener Erfahrung ein geeignetes homöopathisches Mittel und dessen Stärke (Potenz) aus. Die Wirkstärke homöopathischer Mittel wird durch ihre Herstellungsweise bestimmt, wobei der Ausgangsstoff nach Vorschriften des Deutschen Homöopathischen Arzneibuches verdünnt und verschüttelt wird. Die Verdünnung ist meist so stark, dass kein stofflicher Inhalt mehr nachzuweisen ist, aber durch die korrekte Art der Verschüttelung wird die reine Information des Ausgangsstoffes weitergegeben. Homöopathische Mittel kommen als Globuli (Streukügelchen), Verreibungen (Pulver), Tabletten oder Tropfen zum Einsatz.

Erfahrung und Kompetenz des Homöopaten sind wichtig

Mit der Homöopathie können akute und chronische Erkrankungen behandelt werden. Sie eignet sich auch zur Ergänzung einer allopathischen (schulmedizinischen) Therapie. Eine homöopathische Behandlung kann nur erfolgreich sein, wenn der Körper noch Selbstheilungskräfte besitzt, fehlende Funktionen kann die Homöopathie nicht ersetzen. Ist der Homöopath kompetent und erfahren, wird er sich sowohl in der Homöopathie als auch in der Schulmedizin genau auskennen und wissen, wo die Grenzen einer homöopathischen Behandlung liegen.

Lebensbedrohliche Erkrankungen sind nichts für die Homöopathie

Erkrankungen, die lebensbedrohlich sind und einer intensivmedizinischen Behandlung bedürfen wie z. B. Herzinfarkt, anaphylaktischer Schock oder akute Vergiftungen, bleiben der Schulmedizin vorbehalten. Auch chirurgische Fälle wie Brüche und große offene Wunden oder schwere Infektionen mit aggressiven Keimen können keinesfalls ausschließlich homöopathisch behandelt werden. Auch wird die Homöopathie dort nichts ausrichten können, wo die Selbstregulation des Körpers verloren gegangen ist, z. B. beim Fehlen von Insulin oder Enzymen der Bauchspeicheldrüse. Auch psychische Erkrankungen bedürfen einer umfassenden psychotherapeutischen Behandlung, die allerdings homöopathisch begleitet werden kann.

Von allergischen Reaktionen über Migräne bis hin zu Zahnungsbeschwerden

Das Feld der akuten Beschwerden, die homöopathisch behandelt werden können, ist groß: Zahnungsbeschwerden bei Kindern, geprellte und verstauchte Gliedmaßen, Insektenstiche, Symptome eines grippalen Infektes wie Fieber, Schmerzen, Husten und Schnupfen gehören dazu. Auch chronische Erkrankungen wie Migräne, Rückenschmerzen, Hauterkrankungen oder Kreislaufprobleme lassen sich mit homöopathischen Mitteln behandeln. Bei akuten Beschwerden kann man mit einer sofortigen Wirkung des homöopathischen Mittels rechnen, die Erkrankung wird etwa so viel Zeit brauchen um abzuheilen, wie sie schon bestanden hat. Chronische Zustände verlangen mehr Geduld, es können 3-4 Wochen vergehen, ehe eine Besserung durch das Mittel eintritt.

Sollten Sie weitere Fragen zum Thema Homöopathie haben, hilft Ihnen ein Arzt gerne weiter. Gut bewertete Ärzte für Naturheilverfahren finden Sie z.B. auf jameda (http://www.jameda.de/aerzte/naturheilverfahren/fachgebiet/ ).

Über die jameda GmbH: jameda ist Deutschlands größte Arztempfehlung. Mehr als 2 Mio. Patienten monatlich suchen auf jameda nach genau dem richtigen Arzt für sich. Dabei helfen ihnen die Empfehlungen anderer Patienten, die von den Ärzten bereitgestellten Informationen sowie zahlreiche Filtermöglichkeiten. Ärzte haben die Möglichkeit, ihre Praxis auf jameda vorzustellen und umfassend über ihr Leistungsspektrum zu informieren. Datenbasis bilden bundesweit rund 250.000 Ärzte. jameda ist eine 100-prozentige Tochter der börsennotierten Tomorrow Focus AG mit Hubert Burda Media als Hauptaktionär.

Quelle: Kathrin Kirchler, jameda GmbH, St. Cajetan Straße 41,81669 München, Tel.: +49 (0) 89 – 2000 185 – 60, Fax: +49 (0) 89 – 2000 185 – 89, E-Mail: kathrin.kirchler@jameda.de, www.jameda.de

 

 

Alle Jahre wieder: Pressemitteilung zur Publikation des Buches „Die Homöopathie-Lüge“

Dazu nehmen die „Stiftung Homöopathie-Zertifikat“, der „Verband Klassischer Homöopathen Deutschlands“ und „Homöopathen ohne Grenzen“ Stellung.

Alle Jahre wieder – und mit immer größer werdendem publizistischem und finanziellem Aufwand – wird die Diskussion um die Homöopathie in der Öffentlichkeit angefacht. Die neueste Publikation der sogenannten Skeptiker ist das Buch „Die Homöopathie-Lüge“. Dazu nehmen die „Stiftung Homöopathie-Zertifikat“, der „Verband Klassischer Homöopathen Deutschlands“ und „Homöopathen ohne Grenzen“ Stellung. Obwohl aufwändig recherchiert kommt das Buch zu dem Schluss, Homöopathie sei „Hokuspokus“. Schade, denn dabei lassen die Autoren einen zentralen Punkt außer Acht: Homöopathie wirkt und hat bereits Millionen von Menschen geheilt.

Nicole Heißmann, Stern-Redakteurin und Christian Weymayr, Journalist und Mitglied der GWUP, der Skeptikerbewegung, formulieren alle Vorurteile, die gegen die Homöopathie gegenwärtig existieren. Ihre Argumentationslinie ist dabei keine neue: Homöopathie kann ihrer Meinung nach nicht wirken, da die Arzneimittel zu hoch verdünnt seien, man Ähnliches mit Ähnlichem nicht heilen könne und die Wirkung zudem noch nie wissenschaftlich belegt wurde. Der einzige Effekt, den homöopathische Heilmittel hätten, so folgern die beiden Journalisten, sei der Placebo-Effekt. Ihr Fazit: Wer Homöopathie anwende, müsse auch an Voodoo und Verschwörungstheorien glauben.

Die Tatsache, dass Homöopathie wirkt und dies bereits in Studien nachgewiesen wurde, tun die beiden Skeptiker als Anekdoten ab. „Damit übergehen sie nicht nur relevante Forschungsergebnisse, sondern schreiben den Anwenderinnen und Anwendern von homöopathischen Arzneimitteln jegliche Zurechnungsfähigkeit ab“ so Marion Kampmann, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Homöopathie Zertifikat (SHZ), die seit 13 Jahren eine homöopathische Praxis betreibt.

„Wir fragen uns schon, was so sehr den Widerspruch der sogenannten Skeptiker reizt und sie vor vehementen Aussagen dieser Art nicht zurück schrecken lässt“ fügt Kampmann hinzu. „Und dies vor allem im Hinblick darauf, dass allein in Deutschland Millionen von Menschen der Homöopathie vertrauen.“ Laut einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Jahr 2009 sind 25 Prozent aller Deutschen überzeugte Verwender von homöopathischen Arzneimitteln.

Einen guten Überblick über Wirksamkeit, Nutzen, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit der homöopathischen Therapie gibt die Veröffentlichung „Homöopathie in der Krankenversorgung“ von Prof. Matthiessen. „Millionen Patienten und viele Therapeuten haben positive Erfahrungen mit der klassischen Homöopathie gemacht und wollen wissen, wie sie funktioniert“ so Kampmann weiter. „Wir brauchen daher mehr Studien zur Wirkweise. Da ist die Forschung gefragt.“

Die drei Organisationen betonen auch, dass sich Homöopathie in der Regel nicht zur Selbstbehandlung eigne, da die Wahl des richtigen Mittels umfassende Kenntnisse benötige. „Eine homöopathische Behandlung sollte nur ein erfahrener Therapeut vornehmen“ so Frau Kampmann. „Die SHZ hat dazu ein Zertifizierungssystem entwickelt, das nachprüfbare Qualitätsstandards garantiert.“

VKHD, SHZ und HOG empfehlen jedem, sich von allen Seiten zu informieren. „Wir begrüßen einen kritischen Umgang mit der Homöopathie genauso wie mit der konventionellen Medizin,“ so Kampmann „wir möchten außerdem jeden ermuntern, sich einen qualifizierten homöopathischen Therapeuten zu suchen und sich eine eigene Meinung über die Homöopathie zu bilden.“

Hintergrund

Eine gute Übersicht über die Forschung zur Homöopathie in der Krankenversorgung liefern: Bornhöft G., Matthiessen P.F. (Hrsg.), Homöopathie in der Krankenversorgung – Wirksamkeit, Nutzen, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit, 2006.

Quellen:

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Kontakt: SHZ, VKHD, HOG, Ingrid Holzmayer, Wagnerstraße 20, 89077 Ulm, PRESSE-hog-shz@vkhd.de, 0151 56 88 87 12, http://www.homoeopathie-zertifikat.de   www.vkhd.de   www.homoeopathenohnegrenzen.de

 

 

Unterscheidung zwischen Naturheilkunde, Homöopathie und noch einigem mehr

Das wilde Durcheinander in den Begrifflichkeiten

In der Begriffswelt der Naturheilkunde geht es wild durcheinander. So wird beispielsweise heute im Sprachgebrauch oft Naturheilkunde mit Homöopathie gleich gesetzt. Und wegen des allgemeinen Sprachgebrauchs wird das in den Berichterstattung der Einfachheit halber auch so unterhalten. Dabei geht der Begriff Naturheilkunde viel weiter. Er deckt eine Vielzahl von Heilmethoden ab, von denen die Homöopathie nur eine davon ist. Und bei dem Begriff der Homöopathie wird es ganz verwirrend.

Es geht aber nicht nur um einen Theorienstreit, sondern um handfeste Missverständnisse. Weswegen wir versuchen wollen, etwas Klarheit zu schaffen.

Der Begriff Homöopathie wurde von ihrem Wiederentdecker, dem Arzt Samuel Hahnemann (1755-1843), geprägt. Er wollte damit zum Ausdruck bringen, „durch ähnlich krankmachende Tendenz Krankheiten heilen zu können“. Was wir heute als Ähnlichkeitsprinzip bezeichnen. Wozu übrigens rein pflanzliche wie verdünnte Arzneimittel im Stande sind (dazu später). Demgegenüber prägte er den Begriff Allopathie für Arzneien, die “im gesunden Körper andersartiges (allopathisches) Uebelbefinden erzeugen, als die zu heilende Krankheit hervorrufe“. Letztlich setzte sich der Begriff Allopathie als Sammelbezeichnung für die Gegner der Homöopathie durch. (Quelle dieser Zitate und der Abgrenzung: Robert Jütte: Samuel Hahnemann – Begründer der Homöopathie,dtv 2005, S.86f.). Wie man sieht, schon damals eine höchst verwirrende Angelegenheit.

Bis zum heutigen Tage unterscheidet sich der Symptom beseitigenden allopathische Schulmediziner vom Ursachen orientierten Mediziner, dem homöopathischen Arzt. Dabei ist allerdings so mancher homöopathische Arzt von der Ursachenbehandlung weit entfernt. Und er benutzt nicht nur Homöopathie zur Therapie, sondern auch viele andere Methoden aus der Naturheilkunde.

Etwas klarer grenzt sich der Heilpraktiker ab. In diesem Begriff steckt keine bestimmte Heilrichtung. Obwohl er im Sprachgebrauch wiederum verwirrend oft als Homöopath bezeichnet wird. Was insofern für den Laien frustrierend ist, als ihm dort leider allzu oft ein allopathisch denkender und handelnder Heilpraktiker begegnet. Was vielleicht damit zusammen hängt, dass die Prüfungsvorbereitung wie auch die Prüfung selbst schulmedizinisch dominiert ist.

Noch verwirrender wird es, wenn man die Unterscheidung der Arzneimittelhersteller betrachtet. Sie unterscheiden die rein pflanzlichen Arzneimittel, die Phytotherapie, von den verdünnten Mitteln, den Homöopathika. Was auch irgendwie seine Berechtigung hat, war es doch die berühmte Verdünnung des Mittels Chinarinde, was Hahnemann zum Durchbruch verholfen haben soll. Zumindest der Legende nach. Wobei wiederum das homöopathische Arzneimittel auch anderem als nur pflanzlichen Ursprungs sein kann. Wie beispielsweise menschlichen, tierischen, mineralischen oder chemischen Ursprungs.

Während also Hahnemann den Begriff Homöopathie benutzte, um seiner Heilmethode nach dem Ähnlichkeitsprinzip einen Namen zu geben (dabei benutzte er in seinem berühmt gewordenen Versuch sowohl die Ursubstanz der Chinarinde wie die verdünnte Form), nutzen ihn die Arzneimittelhersteller, um das verdünnte Mittel von der Ursubstanz zu unterscheiden. Und die Mediziner wiederum nutzen den Begriff, um sich je nach Denkrichtung zu unterscheiden. Und strapazieren ihn dabei auch noch gehörig, wie wir gesehen haben.

Sie sehen, man kann das nicht eindeutig differenzieren, da es doch sehr darauf ankommt, mit wem und über was man spricht. Vermutlich auch der Grund dafür, warum man im allgemeinen Sprachgebrauch und in der medialen Berichterstattung einfach die Begriffe vermischt.

Was können Sie nun tun?

In der praktischen Handhabung dürfte es weniger auf die Bezeichnung ankommen, als vielmehr, wie der Mediziner ihr Leiden anpackt. Ob er es also lediglich „entfernen“ will, oder ob er das Leiden durch die ganzheitliche Betrachtung des Organismus echt zu heilen versucht. Diese Unterscheidung erkennt man am besten, indem man dem Mediziner bestimmte Fragen stellt. (Der Ratgeber „So erkennen Sie den Weg zu mehr Gesundheit“ gibt dazu Hilfestellung). Mit einem Begriff alleine  jedenfalls kann man das nicht seriös unterscheiden.

Und bei den Arzneimitteln erkennt man den Unterschied in der Beschreibung des jeweiligen Mittels, ob es sich um die Ursubstanz handelt oder um eine verdünnte Form. Letztere erkennt man an den Potenzen, die sich beispielsweise durch die Buchstaben wie C und D, und den entsprechenden Ziffern unterscheiden (Bsp: D6 oder C30).

Übrigens: In manchen bei der Selbstbehandlung beliebten Kombinationsmittel (Komplexmittel) werden je nach individueller Erfahrung des Herstellers auch beide Formen gemischt.

Josef Senn, Redaktion mediportal-online