Kategorie-Archiv: Schwangerschaft

Studie: „Schwangerschaftsdemenz“ beginnt erst im Wochenbett

Entgegen einer weit verbreiteten Annahme kommt es im Verlauf der Schwangerschaft nicht zu einem Rückgang von kognitiven Fähigkeiten. Erst in den ersten Wochen nach der Entbindung fällt vielen Frauen das Denken schwerer, wie eine Studie in der Fachzeitschrift „American Journal of Perinatology“ (Thieme Publishers, New York. 2017) zeigt.

Viele Frauen klagen in der Schwangerschaft über zunehmende Vergesslichkeit, Verwirrtheit oder Wortfindungsstörungen. In der Öffentlichkeit wird dies oft als „Schwangerschaftsdemenz“ bezeichnet. Im Englischen wird dieser Umstand als “pregnancy brain” oder “placenta brain” umschrieben. Lynn Yee von der Feinberg School of Medicine in Chicago und ihre Mitarbeiter wollten herausfinden, ob Schwangere deshalb schlechter in der Lage sind, gesundheitsrelevante Entscheidungen für sich und ihr Baby zu treffen.

77 Schwangere und 24 Wöchnerinnen nahmen an der Querschnittsstudie teil. In einer Reihe kognitiver Tests überprüften die Wissenschaftler ihre Lesefähigkeit, ihr Arbeits- und Langzeitgedächtnis, ihre Denkgeschwindigkeit sowie ihre Fähigkeit Schlussfolgerungen zu ziehen. Des Weiteren nahmen die Forscher die Gesundheitskompetenz unter die Lupe: Inwieweit waren die Teilnehmerinnen in der Lage Gesundheitsinformationen, zum Beispiel in Form einer Nährwerttabelle, zu verstehen und zu beurteilen? War es ihnen möglich entsprechend der Angaben gesundheitsbewusst zu handeln?

Ihr Ergebnis: Bei der Denkgeschwindigkeit ließ die Fähigkeit mit fortgeschrittener Schwangerschaft tatsächlich nach. Die Unterschiede waren jedoch statistisch nicht signifikant, so dass ein Zufall nicht auszuschließen ist. Auch bei allen weiteren Tests konnten keine Unterschiede abhängig vom Schwangerschaftstrimester festgestellt werden. Die Existenz einer „Schwangerschaftsdemenz“ konnte Yee deshalb nicht belegen. In Bezug auf die Gesundheitskompetenz stellten die Forscher fest, dass diese stärker durch soziale Faktoren bestimmt wird als durch den Verlauf der Schwangerschaft: Junge Frauen ohne Schulabschluss, die zu einer nicht-weißen Bevölkerungsschicht gehören oder bei Krankheiten auf staatliche Unterstützung (Medicaid) angewiesen waren, hatten in der US-Studie die schlechtesten Ergebnisse in diesem Test.

Nach der Entbindung kam es jedoch zu einem Einbruch der kognitiven Fähigkeiten. Fast die Hälfte der Frauen erzielte im Test zur Denkgeschwindigkeit ein niedriges Ergebnis, berichtet Yee. Und auch beim Test zum schlussfolgernden Denken schnitten viele Wöchnerinnen gegenüber den Schwangeren schlechter ab. Yee vermutet, dass die kognitiven Defizite eine Folge der Erschöpfung infolge der Geburt und des Schlafmangels danach sind. Auch Stimmungsschwankungen und fehlende soziale Unterstützung könnten ihrer Ansicht nach eine Rolle spielen.

Deshalb sollte bei der Gesundheitsberatung auf die verminderte Aufnahmefähigkeit von Wöchnerinnen geachtet werden. Eine Schwangerschaft und die erste Zeit nach der Geburt sind für Frauen eine wichtige Lernphase, da sich das Leben mit der Geburt des Kindes grundlegend ändert. Eine verminderte Gesundheitskompetenz könnte langfristig negative Auswirkungen haben.

L. Yee et al.:
Characterizing literacy and cognitive function during pregnancy and postpartum.
American Journal of Perinatology 2017; eFirst erschienen am 22.3.2017
DOI: 10.1055/s-0037-1601307

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Empfehlung für werdende Eltern

Stammzelldepot fürs Kind und für die Öffentlichkeit

Pressemeldungen Gesundheit

Pressemeldungen Gesundheit

Die eigenen Zellen, ganz konkret die eigenen Stammzellen sind die natürliche Basis, um heute bereits zahlreiche Krankheiten behandeln zu können. Die Palette der therapeutischen Anwen­dungen nimmt ständig zu. Sie reicht von der Behandlung bei Krebserkrankungen bis zum Aufbau von Gewebe, um bei­spielsweise Schäden an Knorpeln und Gelenken zu therapie­ren.

Die Nabelschnur von Säuglingen ist eine einmalige Quelle zur Gewinnung von vitalen, unbelasteten Stammzellen für therapeutische Zwecke. Bei dem Unternehmen Vita 34, der größten und erfahrensten Stammzellbank im deutschsprachigen Raum, haben werdende Eltern seit neuestem die Möglichkeit, eine individuelle Gesundheitsvorsorge für ihr Kind durch Einlagerung der Stammzellen aus dem Blut sowie dem Gewebe der Nabelschnur mit einer öffentlichen Spende zu verbinden. Bei der innovativen Option VitaMeins&Deins (www.vita34.de) werden aus der Nabelschnur ein Stammzelldepot fürs Kind und ein weiteres Stammzelldepot für die Öffentlichkeit angelegt.

Das persönliche Depot steht dem Nachwuchs ein Leben lang für Behandlungsoptionen im Rahmen einer medizinischen Therapie zur Verfügung. Das zweite Depot, für das Vita 34 die Kosten übernimmt, wird anonymisiert als öffentliche Spende bereitgestellt und steht dann allen Patienten für die weltweite Stammzellsuche zur Verfügung.

Quelle/Kontakt:

Supress, Redaktion Ilona Kruchen, Alt-Heerdt 22, 40549 Düsseldorf, redaktion@supress-redaktion.de, Tel. 0211 555548, Fax  0211 578356, www.supress-redaktion.de

Homöopathie für den Hebammenalltag

Pressemeldungen Gesundheit

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Hebamme Ingeborg Stadelmann hat auf Grundlage ihres Buches Homöopathie für den Hebammenalltag eine App entwickelt. Die App ist  geeignet für jede homöopathisch arbeitende Hebamme. Die App beinhaltet bewährte Indikationen rund um die Geburtshilfe und ein funktionales Kurzrepertorium für den Hebammenalltag.

„Diese Ratgeber-App hilft Hebammen, im Praxisalltag schnell und sicher die passende homöopathische Arznei zu finden,“ so die erfahrene Hebamme und Buchautorin Ingeborg Stadelmann.

Im Mittelpunkt stehen häufige und bewährte Indikationen rund um die Geburtshilfe. Die Auswahl erfolgt über die Hauptkapitel Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Stillzeit und der Säugling.

Das Kurzrepertorium dient dem schnellen Überblick bei der Arzneifindung. Es kann aber das Nachschlagen des Arzneimittelbildes bei der entsprechenden Indikation auf keinen Fall ersetzen, auch bezieht es sich nur auf die in der App erwähnten Arzneien. Die Wahl des Similes erfolgt grundsätzlich nach der Kunst der Repertorisation, d.h. die Symptome zeigen den Weg zum Simile. Um das passende Mittel zu finden, müssen drei bis vier der Krankheitssymptome mit dem Arzneimittelbild übereinstimmen.

In der Dokumentation können neue Patienten und Behandlungen mit verwendeten Arzneien und aufgetretenen Symptomen hinzugefügt werden. Umfangreiche Grundlagen der Homöopathie ergänzen die App mit Themen zur Homöopathie.

Ingeborg Stadelmann, selbst Mutter von drei Kindern, sammelte ihre ersten erfolgreichen Erfahrungen mit der Homöopathie in der Hausgeburtshilfe. Diese App dient der Aufklärung, Information und Selbsthilfe. Jede Leserin und jeder Leser ist aufgefordert, in eigener Verantwortung zu entscheiden, ob und inwieweit homöopathische Arzneien eingesetzt werden können. Die App soll jedoch medizinischen Rat nicht ersetzen. Im Zweifelsfall oder bei bereits bestehender Erkrankung muss für eine korrekte Diagnose und entsprechende Behandlung stets ein Arzt oder Heilpraktiker zugezogen werden.

Quellen:

Übermittelt durch www.pr-gateway.de

Kontakt:, Der App Verlag, Peter Felser, Albert-Einstein-Straße 10, 87437 Kempten,  49 (0)831 697 2 48 23, http://www.appverlag.com/, info@appverlag.com

 

Ingwer und Akupunktur in der Schwangerschaft

Fachbeiträge Gesundheit

Fachbeiträge Gesundheit

Während der Schwangerschaft isst man bekanntlich für Zwei – man trägt deshalb auch die Verantwortung für Zwei. Aus diesem Grund sollte man stets darauf achten, welche Nahrungsmittel man seinem Körper zuführt. Auf diese Weise versorgt man nicht nur sein Kind optimal, sondern beugt auch einer Vielzahl an Schwangerschaftsbeschwerden vor.

Viele Ärzte raten vor allem zu Beginn der Schwangerschaft, das Blut und die Nieren zu stärken.

Wer dabei besonders effektiv sein möchte, der sollte zu Nahrungsmitteln wie Ei, Huhn, Datteln, rotem Traubensaft, Rosinen, Amaranth, Kürbis und Karotten greifen. Als äußerst wirksam hat sich außerdem ein gekochtes Frühstück erwiesen. Mit diesem unterstützt man die Gesundheit des Babys und das gemeinsame Wohlbefinden.

Wer es nicht alleine versuchen möchte, der könnte beispielsweise eine Ernährungsberatung in Graz besuchen. Dabei erhält man von Experten einen wissenschaftlich erstellten Bericht, welche Nahrungsmittel der eigene Körper braucht, und welche er am besten verwerten kann.

Auch die Kraft der Tees wird in der Ernährungsberatung in Graz mitunter angesprochen: Wer des öfteren mit Übelkeit zu kämpfen hat, der sollte zu bestimmte Tees greifen. Besonders effizient ist dabei Ingwer. Wird vor jeder Mahlzeit eine kleine Tasse Ingwertee getrunken, wird Übelkeit schnell verfliegen. Das ist der bewegenden sowie wärmenden Wirkung jener Wurzel zuzuschreiben.

In besonders schwerwiegenden Fällen und wenn Sodbrennen zum Unwohlsein dazu kommt, bietet man in Graz auch Akupunktur an. Dabei werden dünnste Nadeln verwendet, die in die Nähe sogenannter Meridiane gestoßen werden. Dies dient dazu, um den inneren Energiefluss uneingeschränkt wieder herzustellen. Auch bei vielen anderen Anliegen, zum Beispiel Asthma oder bestimmten Allergien, wird Akupunktur in Graz zur Heilung verwendet.

Quelle: Nina Bauer, www.tzmarkhof.at

 

Schwangerschaft und Erkältung: Sind Medikamente erlaubt?

Wenn in der Schwangerschaft die Nase läuft und der Hals kratzt, sollte der Griff in den Medikamentenschrank besonders gut überlegt sein. Denn einige Arzneistoffe in den üblichen Erkältungsmitteln können auch in den Blutkreislauf des Ungeborenen gelangen und dort unerwünschte Wirkung haben. Dabei gibt es bei leichten Erkältungsbeschwerden oft gute Alternativen.

„Bei Husten, Schnupfen, Heiserkeit sollte man auf jeden Fall erst einmal ausreichend trinken“, rät Heike Wendt, Apothekerin der Techniker Krankenkasse (TK). Denn der Körper braucht viel Flüssigkeit, um mit dem Infekt fertig zu werden. Am besten eignen sich warmer Tee wie Lindenblüten- oder Fencheltee. Schleimlösend wirkt auch eine Inhalation mit einigen wenigen Tropfen ätherischen Öls, die mit heißem Wasser übergossen werden. Die aufsteigenden Dämpfe wirken entzündungshemmend und befreien die Nase. Geeignet sind ätherische Öle wie Kiefern-, Eukalyptus- oder Fichtennadelöl.

Damit die Nasenschleimhaut nicht noch mehr in Mitleidenschaft gezogen wird und für weitere Erreger anfällig ist, sollte sie gut befeuchtet werden. Werdende Mütter können zu einer Nasendusche mit einer Salzwasserlösung greifen oder ein Nasenspray auf Meerwasserbasis benutzen. „Sollten stärker wirksame Nasensprays oder -tropfen notwendig sein, können kurzzeitig Präparate mit den Wirkstoffen Xylometazolin oder Oxymetazolin angewendet werden“, sagt Dr. Christof Schaefer, Leiter des Pharmakovigilanz- und Beratungszentrums für Embryonaltoxikologie an der Berliner Charité. Der Kinderarzt weiter: „Bleibt die Anwendung auf wenige Tage begrenzt, besteht nach aktuellem Wissensstand kein Risiko. Bei sehr langer Therapiedauer oder starker Überdosierung könnten die abschwellenden Substanzen möglicherweise die Blutversorgung des Kindes einschränken.“

Säfte auf pflanzlicher Basis wie Efeu oder Thymian sind meistens akzeptabel, dennoch sollte man bei diesen Kräuterextrakten vor der Einnahme den Arzt oder Apotheker fragen. Alkoholhaltige Säfte oder Tropfen sind dabei stets zu vermeiden. Häufig werden hustenlösende Präparate mit Acetylcystein oder Ambroxol verwendet, deren Einnahme bei leichten Erkältungsbeschwerden aber in der Regel nicht erforderlich ist.

Bei Bronchitis und Halsschmerzen gelten warme Kartoffelwickel als bewährtes Hausmittel. Dazu kocht man Kartoffeln mit der Schale und legt sie auf die Hälfte eines sauberen Küchenhandtuchs. Die andere Hälfte des Tuches darüber schlagen und die Kartoffeln zerdrücken. Danach in ein weiteres Tuch einschlagen und den Wickel eine halbe Stunde lang auf die Brust beziehungsweise den Hals legen. Unbedingt vorher vorsichtig die Temperatur mit dem Unterarm prüfen, damit man sich nicht verbrennt.

Bei leicht erhöhter Temperatur ist häufig Bettruhe die beste Therapie. Um Fieber zu senken, dürfen Schwangere in Absprache mit ihrem Arzt auch ein reines Paracetamol-Präparat einnehmen. Nach dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand ist die Einnahme von Paracetamol in der Schwangerschaft akzeptabel, so Dr. Schaefer. Bei Fieber deutlich über 38,5 Grad, das länger als ein bis zwei Tage andauert, sollte man grundsätzlich einen Arzt aufsuchen.

Hält der behandelnde Arzt bei einem schweren bakteriellen Infekt ein Antibiotikum für unbedingt erforderlich, kann er ein Penicillin-Präparat verordnen. Für Schwangere verträgliche Antibiotika sind nach aktuellem Wissensstand auch Erythromycin und Cephalosporine, so Dr. Schaefer. Ob werdende Mütter bestimmte Präparate einnehmen dürfen und welche Mittel als Alternative in Frage kommen, zeigt die Internetseite seines Instituts unter www.arzneimittel-in-der-schwangerschaft.de. Die Website gibt Ärzten, Apothekern und Laien wissenschaftlich aktuelle Informationen zu den wichtigsten Medikamenten in Schwangerschaft und Stillzeit. Die Entscheidung, ob und welches Arzneimittel die Patientin einnehmen darf, trifft allein der behandelnde Arzt.

Wer einer Erkältung erst gar keine Chance geben will, stärkt am besten seine Immunabwehr und beherzigt einfache Hygieneregeln. TK-Apothekerin Wendt: „Ausreichendes Händewaschen hält Erkältungsviren auf Abstand. Wichtig ist auch, Abstand zu offensichtlich erkrankten Menschen zu halten. Sofern die Schwangerschaft es zulässt, regelmäßig spazieren gehen. Die Bewegung an der frischen Luft wirkt wie ein natürlicher Bakterienkiller.“

Weitere Informationen rund um das Thema Schwangerschaft gibt es im Internet auf der Homepage der TK unter www.tk.de in der Rubrik „Medizin & Gesundheit/Schwangerschaft & Kinder“.

Quelle:
Pressestelle, Techniker Krankenkasse, Bramfelder Straße 140, 22305 Hamburg, Tel. 040 – 69 09-1783, Fax 040 – 69 09-1353, mailto:pressestelle@tk.de, http://www.presse.tk.de

Können Gewürze als Heilmittel wirken?

Zimt senkt den Blutzucker, Safran kann bei Depressionen helfen und Ingwer schützt Schwangere vor Übelkeit und Schwangerschaftserbrechen

Viele Gewürze wurden im Europa des Mittelalters und der frühen Neuzeit nicht zum Würzen von Speisen verwendet. Dafür waren sie viel zu kostbar. Zudem war es sehr aufwendig, bestimmte Gewürze aus weit entfernten Regionen wie dem Orient oder Afrika zu beziehen. Gewürze kamen primär um Konservieren von Nahrungsmitteln oder bei der Herstellung von Medikamenten zum Einsatz. Eine der ersten Gelehrten im christianisierten Europa, die auf die Heilkraft verschiedener Gewürze und Kräuter hinwies, war im 12. Jahrhundert nach Christus die Benediktinerin Hildegard von Bingen. Noch heute werden Gewürze als Heilmittel oder zur Unterstützung bestimmter Therapie eingesetzt.

Praktische Helfer für Magen und Darm

Zu den bekanntesten Gewürzen zählt Pfeffer. Dieser eignet sich zum Würzen fast jeder Speise. Deshalb wird Pfeffer im englischen Sprachraum als „allspice“, zu Deutsch etwa „Universalgewürz“, bezeichnet. Außerdem wirkt Pfeffer verdauungsfördernd und regt den Speichelfluss an. Das ist auf die Wirkungsweise des Alkaloids Piperin zurückzuführen. Pfeffer eignet sich auch zum Abtöten von bestimmten Bakterien. Eine verdauungsfördernde Wirkung werden zudem Kümmel und Majoran nachgesagt. Kümmel kommt in Europa als Karminativum zum Einsatz. Darunter versteht man pflanzliche Heilmittel, die in ätherischen Ölen vorkommen und deren Wirkung auf einen krampflösenden Effekt in der Darmschleimhaut zurückzuführen ist. Diese Eigenschaft trifft auch auf andere Arzneidrogen wie die Gewürze Fenchel und Anis sowie die Heilpflanzen Pfefferminz und Kamille zu. Zur Förderung der Verdauung eignet sich außerdem das Lorbeer-Blatt. Ihm wurde im Mittelalter eine halluzinogene Wirkung nachgesagt. Das Gleiche gilt für die Muskatnuss, die zur Behandlung von Krankheiten im Magen-Darm-Trakt eingesetzt wird. Allerdings kann es ab einer Menge von 4 Gramm zu gefährlichen Vergiftungserscheinungen und Halluzinationen kommen. Muskat kam Mittelalter darüber hinaus als Aphrodisiakum zum Einsatz. In der Antike war Vanille als Aphrodisiakum beliebt.

Gewürze gegen Schmerzen

Verschiedene Arten aus der Gattung der Nelken-Gewächse können verwendet werden, um den Appetit anzuregen und Blähungen zu lindern. Dieses Gewürz ist selbst bei Magengeschwüren gut verträglich. Nelken kommen ebenfalls zum Einsatz, um Zahnschmerzen zu lindern. Dazu legt man ein getrocknetes Nelken-Blatt auf die kariöse Stelle des Zahns. Das in Cheyenne-Pfeffer enthaltene Capasaicin kommt als Schmerzmittel bei Muskelverspannungen, einem Hexenschuss oder Hautbeschwerden zum Einsatz. Zudem erhöht Capsaicin die Wärmebildung des Körpers und verbraucht Kalorien.

Weitere praktische Helfer für die Hausapotheke

Safran kam in der indischen Ayurveda-Lehre wegen seiner stimmungsaufhellenden Wirkung als Antidepressivum zum Einsatz. Über das teuerste Gewürz der Welt, das aus der Krokusblüte gewonnen wird, existieren sogar klinische Studien. Iranische Wissenschaftler fanden Parallelen zwischen der Wirkungsweise von Safran und Imipramin sowie Fluoxetin. Die blutzuckersenkende Wirkung von Zimt wird kontrovers diskutiert. Es gibt aber Untersuchungen, die Belege dafür sowie für eine Senkung des LDL-Cholesterins liefern. Zimt ist ein Gewürz, welches aus der Rinde des Zimtbaums hergestellt wird. Es kommt in unseren Breiten vornehmlich bei der Zubereitung von Süßspeisen zum Einsatz. In Indien und Pakistan ist Zimt als zusätzliches Gewürz von Curry-Gerichten beliebt. Autoren: Patrick Jiranek und Sven-David Müller, ellviva-Redaktion.

Der ellviva-Artikel „Leckere Gewürze für mehr Geschmack“ verrät unter http://www.ellviva.de/Gesundheit/Gewuerze-Geschmack.html, für welches Gewürz sich für die Zubereitung bestimmter Lebensmittel jeweils besonders eignet.

Quelle:

Übermittelt durch www.pr-gateway.de

Kontakt: ellviva, Sven-David Müller, Gutleutstraße 30, 60237 Frankfurt, presse@ellviva.de, 069 972 69 139, http://www.ellviva.de

 

 

Erste deutsche Langzeituntersuchung Frühgeborener

Nur jedes vierte Kind ist unauffällig

Babys, die nach weniger als 28 Schwangerschaftswochen geboren werden, zeigen im Verlauf der ersten fünf Lebensjahre zu 75 Prozent erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine in Deutschland bisher einmalige Langzeituntersuchung mit 226 extrem früh geborenen Kindern in Niedersachsen. Laut der Fünf-Jahres-Nachuntersuchung sind 27 Prozent der Kinder behindert (Bewegungsstörungen, bedingt durch frühkindliche Hirnschädigungen, IQ unter 70 und/oder blind), 16 Prozent haben einen Intelligenz-Quotienten von nur 70 bis 84. Unter den restlichen 57 Prozent kognitiv unauffälliger Kinder sind mehr als die Hälfte motorisch und/oder sprachlich beeinträchtigt. Nur 25 Prozent aller untersuchten Kinder dieser Gruppe sind nach fünf Jahren unauffällig.

Die Langzeituntersuchung bestätigt, wie wichtig es ist, dass Schwangere darauf achten, Risikofaktoren für eine Frühgeburt zu vermeiden. Dazu zählen zum einen bekannterweise der Verzicht auf Alkohol und Nikotinkonsum. Zum anderen können Infektionen problematisch sein. „Ein großer Anteil der Frühgeburten wird durch aus der Scheide aufsteigende Infektionen verursacht“, warnt das Erich Saling-Institut für Perinatale Medizin in Berlin. Diese Infektionen können sich bis in die Gebärmutter ausbreiten und zu einer Frühgeburt führen.

Das Institut rät deshalb werdenden Müttern zu einer zusätzlichen Vorsorge-Aktion. Mit Hilfe eines Testhandschuhs (in Apotheken erhältlich) können sie den pH-Wert im Scheideneingangsbereich regelmäßig einfach selbst ermitteln. Bei erhöhten Werten sollten sie zu ihrem Frauenarzt gehen, um eine mögliche Infektion abklären zu lassen. Zudem besteht die Möglichkeit, Scheideninfektionen prophylaktisch vorzubeugen. Dazu eignet sich die Anwendung von laktobazillenhaltigen Scheidenkapseln (z. B. Gynophilus), die den körpereigenen Schutzschild gegen krankmachende Keime in Risikosituationen stärken können.

Quellen:

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Kontakt:Supress, Ilona Kruchen, Alt-Heerdt 22, 40549 Düsseldorf, redaktion@supress-redaktion.de, 0211/555548, http://www.supress-redaktion.de

Virus schwächt Immunsystem

Auswirkungen zeigen sich erst im Alter

Er ist weit verbreitet, dennoch nahezu unbekannt: der Cytomegalie-Virus (CMV) aus der Familie der Herpes-Viren. Rund 40 bis 50 Prozent der Erwachsenen in Deutschland haben sich mit CMV angesteckt, meist in der Kindheit, ohne es zu wissen, denn die Infektion verläuft fast immer symptomlos. Forscher des Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (Braunschweig) haben jetzt herausgefunden, dass CMV im Alter offenbar zunehmend das Immunsystem schwächt. Im jungen Organismus stärkt CMV hingegen wahrscheinlich die Abwehrkräfte, weil er sie dauerhaft herausfordert. Gefährlich wird eine CMV-Infektion in der Schwangerschaft, da das Immunsystem des Fötus noch nicht ausgebildet ist. Werdende Mütter sollten deshalb ihren CMV-Immunstatus kennen. Weitere Informationen gibt es unter www.icon-cmv.de.

Quellen:

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Kontakt:Supress, Ilona Kruchen, Alt-Heerdt 22, 40549 Düsseldorf, redaktion@supress-redaktion.de, 0211/555548, http://www.supress-redaktion.de

 

Kaiserschnitt oder natürliche Geburt – keine schwierige Entscheidung?

Ein Kaiserschnitt scheint heutzutage ein sehr risikoarmer Eingriff zu sein – allerdings wurden die postoperativen Probleme für Mutter und Neugeborenes lange Zeit vernachlässigt. Dies betonte Prof. Dr. med. Frank Louwen, Frankfurt, auf dem 59 Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) in München.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news500789

Quellen: Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V., Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Können Omega-3-Fettsäuren Schwangerschaftsdiabetes vorbeugen?

Fischöl zeigt wenig Nutzen

Schwangerschaftsdiabetes ist eine der häufigsten Komplikationen während der Schwangerschaft, die bei ca. 5% der Schwangerschaften weltweit auftritt (mit steigender Tendenz). Die Entstehung wird eventuell durch Veränderungen im Fettsäuremetabolismus mitbeeinflusst. Es gibt Hinweise, dass die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren einem einer Schwangerschaftsdiabetes entgegenwirken könnte. Dies wurde jetzt in einer doppelblinden, randomisierten Studie in Australien untersucht (1, 2).

Mehr Infos dazu unter http://www.carstens-stiftung.de/artikel/fischoel-kann-die-haeufigkeit-von-schwangerschaftsdiabetes-nicht-verringern.html

Quelle: Carstens-Stiftung