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Essen gegen das Vergessen

Schützt die richtige Ernährung vor Alzheimer?

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenDer wichtigste Risikofaktor für Demenzerkrankungen ist: Das Alter. Und wir werden alle älter. Im Jahr 2000 hatte die Erdbevölkerung 420 Millionen ältere Menschen (65+), im Jahr 2050 werden es 1.300 Millionen sein. Bereits heute leben 1,2 Millionen Menschen mit der Alzheimer-Krankheit in Deutschland, Tendenz steigend. Weil die Krankheit des Vergessens noch nicht heilbar ist, rückt die Frage immer mehr in den Fokus, wie man einer Alzheimer-Erkrankung vorbeugen kann.

Bewegung, geistige Fitness, die richtige Ernährung, soziale Kontakte und medizinische Vorsorge fördern das gesunde Altwerden und mindern das Risiko einer Alzheimer-Erkrankung, so viel ist heute bekannt. Welchen Einfluss die Ernährung haben kann, erläuterte Professor Dr. Gunter Eckert von der Justus-Liebig-Universität Gießen, im Rahmen einer Experten-Runde, die die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) kürzlich in Frankfurt anlässlich des Welt-Alzheimer-Tags veranstaltete.

„Vermeidbare und durch die Ernährung beeinflussbare Risikofaktoren“, so Eckert, sind: Zuckerkrankheit, Bluthochdruck, Fettleibigkeit, hoher Homocystein-Spiegel sowie ein hoher Cholesterinspiegel.“ Darüber hinaus sind Depressionen, körperliche Inaktivität und das Rauchen sowie eine niedrige Bildung weitere Risikofaktoren.

Je mehr Risikofaktoren dauerhaft gesenkt werden, umso mehr steigt die Zahl vermeidbarer Alzheimer-Fälle. Bezüglich der Ernährung zeigt der Verzehr von Polyphenolen in epidemiologischen Studien präventive Effekte. Polyphenole sind typischerweise reichlich in der mediterranen Küche enthalten. „Die mediterrane Ernährung ist gekennzeichnet durch einen Verzehr von viel Obst und Gemüse, Olivenöl und Nüssen, dafür wenig rotes Fleisch und viel Fisch. Beim Fisch sollte man eher zu fettem Seefisch wie Lachs, Kabeljau oder Makrele greifen, da diese Fische viele langkettige Omega-3-Fettsäuren enthalten“, so Eckert. Auch in Gewürzen, Tee und Rotwein sind Polyphenole enthalten.

 Vom Schmerz zur Heilung

Den positiven Eigenschaften der Polyphenole liegen insbesondere folgende molekulare Mechanismen zugrunde: es gibt Hinweise auf einen besseren Blutfluss im Gehirn (der im Alter und bei Demenz verschlechtert ist), Polyphenole wirken Entzündungen im Gehirn entgegen (die im Alter und bei Demenz erhöht sind) und sie verbessern die Funktion der „Zellkraftwerke“. Die Mitochondrien arbeiten im Alter und bei Alzheimer nicht richtig und Polyphenole verbessern die Energiegewinnung.

Es gibt kein Patentrezept, um sich vor der Alzheimer-Krankheit zu schützen. Aber eine abwechslungsreiche mediterrane Küche, viel aktive Bewegung an der Luft, ausreichend Schlaf und das Gehirn beanspruchen, aber auch mal die Seele baumeln lassen, können einen vorbeugenden Effekt haben.

Rüdiger Lobitz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

http://www.alzheimer-forschung.de/

https://www.bzfe.de/inhalt/essen-und-trinken-bei-demenz-3667.html

https://www.in-form.de/serien/details/im-alter-in-form-11/

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Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Schreckgespenst Alzheimer

Hoffnungsoption: Stammzelltherapie

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenJeder zweite Bundesbürger fürchtet sich davor, im Alter an einer Demenz zu erkranken. Damit ist die Sorge vor einer neurodegenerativen Erkrankung laut einer repräsentativen Umfrage des Forsa-Instituts noch ausgeprägter als die Angst z. B. vor einem Schlaganfall (47 Prozent) oder Herzinfarkt (40 Prozent). Lediglich die Furcht vor Krebs (69 Prozent) ist für die Bundesbürger ein noch größeres Schreckgespenst. Nach aktuellen Schätzungen leiden in Deutschland etwa eine Million Menschen an einer Demenz, also an einer Erkrankung, die fortschreitend zu Gedächtnis- und Orientierungsstörungen sowie einem Verlust an Denk- und Urteilsvermögen führt.

Mit einem Anteil von rund zwei Dritteln, ca. 700.000 Betroffenen, ist Alzheimer bei weitem die häufigste Form der Demenz. Der größte Risikofaktor für die Entwicklung einer Alzheimer-Krankheit ist das Alter. Parallel zum Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung in den letzten Jahrzehnten hat auch die Häufigkeit dieser hirnorganischen Krankheit zugenommen. Im Krankheitsverlauf von Alzheimer sterben mehr und mehr Gehirnzellen ab, weil Reparaturprozesse nicht mehr richtig funktionieren. Mit dem Verlust von Nervenzellen gehen zunehmend auch die Nervenzellkontakte verloren. Im Gehirn von Alzheimer-Patienten sind typische Eiweißablagerungen nachweisbar.

Moderne Alzheimer-Medikamente können den Krankheitsverlauf im besten Fall verzögern, jedoch nicht stoppen. Weltweit forschen Wissenschaftler, um neue Methoden zur Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen zu entwickeln. Eine vielversprechende Option könnte eine Stammzelltherapie sein. Die Vision: Durch die Transplantation von gesunden und voll funktionsfähigen Gehirnzellen werden zerstörte Nervenzellen ersetzt, um die Krankheit aufzuhalten. Hoffnung auf dem Weg zu diesem ehrgeizigen Ziel macht eine Studie von Forschern der Stanford University School of Medicine (Kalifornien) unter Leitung von Dr. Tony Wyss-Coray. Den Wissenschaftlern ist es gelungen, mit injiziertem Nabelschnurblut von menschlichen Neugeborenen die Hirnleistung von alten Mäusen zu revitalisieren. Neben bestimmten Eiweißstoffen sind im Nabelschnurblut Millionen von vitalen, unbelasteten Stammzellen enthalten, von denen sich Forscher eine verjüngende Wirkung erhoffen.

 Vom Schmerz zur Heilung

Von der Studie mit Mäusen bis zur erfolgreichen Behandlung von Alzheimer-Patienten ist es ohne Zweifel noch ein langer Weg. Dennoch rät Prof. Joanne Kurtzberg (Duke University Medical Center, Durham, England), eine führende Pionierin in der Erforschung und Anwendung von Stammzellen aus Nabelschnurblut bei kindlichen Hirnschäden, schon heute Eltern: „Ich würde jeder Familie empfehlen, sich zum Thema Einlagerung von Stammzellen aus der Nabelschnur zu informieren. Auch gesunde Eltern mit einem wahrscheinlich gesund zur Welt kommenden Kind können einlagern. Viele Erkrankungen im Laufe des Lebens des Kindes sind denkbar. Hier bieten Stammzellen ein hohes Potenzial.“ Weitere Infos zur fachgerechten Einlagerung von Stammzellen aus der Nabelschnur gibt es z. B. auf www.vita34.de, dem Internetportal der im deutschsprachigen Raum führenden privaten Stammzellbank.

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Darmbakterien sorgen für gesundes Gehirn

Forschung Wissenschaft Gesundheit

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Die Darmflora beeinflusst lebenslang die Immunabwehr des Gehirns und damit möglicherweise auch den Verlauf von Hirnerkrankungen wie Alzheimer und Multipler Sklerose.

Dies haben Forscher des Universitätsklinikums Freiburg erstmals an Mäusen festgestellt. Bakterielle Abbauprodukte steuern Reifung und Funktion von Fresszellen des Gehirns, die bei Mäusen ohne Darmflora verkümmert sind. Nach Etablierung einer Darmflora waren die Zellen wieder gesünder. Daraus ergeben sich Hinweise für einen Einfluss des Darms auf mögliche Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen, sondern auch auf die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung. Die Studie erscheint in der Zeitschrift „Nature Neuroscience“.

Mehr Infos unter: https://idw-online.de/de/news631993

Quelle: Universitätsklinikum Freiburg, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 Buch-TippBuchtipps zum Thema:

Mit Koffein gegen die Alzheimer-Krankheit

Forschung Wissenschaft Gesundheit

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Mit Koffein gegen die Alzheimer-Krankheit: Vielversprechendes Forschungsprojekt verlängert

Wer Kaffee oder Tee trinkt, verringert sein Alzheimer-Risiko. Das zeigen aktuelle Studien. Prof. Dr. Christa E. Müller von der Universität Bonn erforscht gemeinsam mit ihrem Kollegen Dr. David Blum von der Universität Lille, wie sich Koffein auf die bei Alzheimer typischen Eiweißablagerungen auswirkt. Ihre Forschungsarbeit wird seit 2011 von der gemeinnützigen Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) unterstützt. Jetzt wurde die Förderung um zwei Jahre bis 2016 verlängert.

Mehr Infos dazu unter http://idw-online.de/de/news616256

Quelle: Alzheimer Forschung Initiative e.V., Informationsdienst Wissenschaft (idw)

Alzheimer

Forschung Wissenschaft Gesundheit

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Alzheimer: Homburger Mediziner weisen Zusammenhang zwischen Immunabwehr und Gedächtnisleistung nach

In Deutschland sind rund 1,2 Millionen Menschen an Demenz erkrankt – die häufigste Form davon ist Alzheimer. Hierbei spielen Eiweißablagerungen an den Nerven, die Plaques, eine wichtige Rolle. Dass auch Mikrogliazellen am Krankheitsverlauf beteiligt sind, konnten nun Homburger Mediziner nachweisen. Die im Hirn ansässigen Zellen des Immunsystems interagieren mit den Plaques und lösen Entzündungen aus. Die Forscher haben bei den Zellen ein Protein der Immunabwehr gehemmt. Das Ergebnis: Die Entzündungen und die Anzahl der Plaques gingen zurück. Zudem verbesserte sich die Gedächtnisleistung. Die Erkenntnisse können helfen, Therapien zu entwickeln, um den Verlauf der Krankheit zu verlangsamen.

Mehr Infos dazu unter: http://idw-online.de/de/news604993

Quelle: Universität des Saarlandes, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

Tasse oder Kännchen? Mit Koffein gegen die Alzheimer-Krankheit

Forschung Wissenschaft Gesundheit

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Koffein zählt zu den weltweit am häufigsten konsumierten psychoaktiven Substanzen. Es ist in Kaffee und Tee enthalten oder Süßgetränken zugesetzt. Seit einiger Zeit gibt es Hinweise darauf, dass Kaffee- und Tee-Trinker in höherem Alter bessere Gedächtnisleistungen zeigen und ein verringertes Risiko aufweisen, an Alzheimer zu erkranken.

Mehr Infos dazu http://idw-online.de/de/news581426

Quelle: Alzheimer Forschung Initiative e.V., Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Können spezielle Johanniskrautextrakte gegen Alzheimer helfen?

Forschung Wissenschaft Gesundheit

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Demenzerkrankungen stellen zunehmend eine große Herausforderung für die Gesundheits- und Pflegesysteme der westlichen Welt dar.

Im Jahre 2050 werden nach Hochrechnungen zwischen 106 und 360 Millionen Patienten weltweit zu betreuen sein. Unter den Demenzerkrankungen macht mit mehr als 2/3 aller Erkrankten die Alzheimer Demenz aus. Hierbei handelt es sich um eine Erkrankung des höheren Lebensalters, deren Ursache bis auf wenige familiäre Fälle (<1 Prozent) bisher nicht geklärt ist. Das Alter ist bisher der größte Risikofaktor, wobei das Risiko zusätzlich weiter erhöht wird, wenn die Mutter und/oder Großmutter an der Erkrankung litten.

Das Forscherteam um den Arzt und Molekularbiologen Prof. Jens Pahnke von der Klinik für Neurologie (Dir. Prof. H.-J. Heinze) der Universität Magdeburg und dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE) hat nach neuen Wirkstoffen gesucht, um den von ihnen im Jahre 2011 veröffentlichten Reinigungsmechanismus des Gehirnes zu aktivieren.

Mehr Infos dazu unter http://idw-online.de/de/news565434

Quelle: Universitätsklinikum Magdeburg, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

Fichtenextrakt hilft bei Alzheimer

Studie mit klarem Ergebnis

Die Alzheimer-Erkrankung ist weltweit die häufigste Form der Demenzerkrankungen. Eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Krankheit spielen wahrscheinlich Ablagerungen kleiner, entarteter Eiweiß-Moleküle (Beta-Amyloid-Peptide) im Gehirn, sogenannter Plaques. Ratten mit solchen Ablagerungen im Gehirn wurden jetzt mit einem Fichtenextrakt (Picea abies) behandelt und zeigten danach verbesserte kognitive Fähigkeiten (1).

Mehr dazu unter http://www.carstens-stiftung.de/artikel/fichtenextrakt-hilft-bei-alzheimer.html

Quelle: Carstens-Stiftung

Rauchen stiegert Alzheimer-Risiko

Nichtrauchen senkt Herzinfarktrisiko, Lungenkrebsrisiko, COPD-Gefahren

Nikotinsucht –   Die Folgen des Tabakkonsums sind seit längerem klinisch belegt: Rauchen steigert das Herzinfarktrisiko und das Lungenkrebsrisiko. Weniger präsent ist, dass die häufigste Folgeerkrankung des Rauchens die chronisch obstruktive Atemwegserkrankung (COPD) mit gravierenden Folgen ist: Alle 15 min stirbt ein COPD-Patient auf einer Intensivstation.

Nikotinabhängigkeit fördert Alzheimer

Nach Prof. Dr. med. Stefan Andreas, Chefarzt der Lungenfachklinik Immenhausen, Kassel Pneumologische Lehrklinik Universität Göttingen, belegen jetzt weitere Daten, dass Zigarettenraucher außerdem doppelt so häufig an Alzheimer erkranken als Nichtraucher.

Nichtrauchen senkt also das Herzinfarktrisiko, das Lungenkrebsrisiko, die COPD-Gefahren  und das Alzheimerrisiko. – Insgesamt ist Rauchen eines der bedeutendsten Gesundheitsrisiken, das sich vermeiden ließe. Eine erfolgreiche Raucherentwöhnung in der Bevölkerung fördert somit nicht nur die Gesundheit und Leistungsfähigkeit sondern hat auch eine spürbare Kostenentlastung des Gesundheitssystems zur Folge.

Mehr Informationen zum Thema Rauchen und Raucherentwöhnung unter http://www.medizin-aspekte.de/2012/09/nikotinsucht_nikotinabhaengigkeit_alzheimer_raucherentwoehnung_31884.html

Quellen:

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Kontakt:Redaktion MEDIZIN ASPEKTE / MCP Wolff GmbH, Martina Wolff, Gugelstr. 5, 67549 Worms, 06241- 955421, http://medizin-aspekte.de, info@mcp-wolff.de

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„Alzheimer-Protein“ scheint Neurotransmitter-Produktion zu bremsen

Wie krankhafte Proteinablagerungen im Gehirn von Alzheimer-Patienten die Signalübertragung zwischen den Nervenzellen stören könnten, berichten Bochumer und Münchener Forscher in der Zeitschrift Molecular and Cellular Proteomics. In Zellkulturen variierten sie die Menge des mit der Alzheimer-Krankheit in Verbindung stehenden Proteins APP sowie verwandter Proteine. Dann analysierten sie, wie sich diese Manipulation auf andere Proteine in der Zelle auswirkte. Das Ergebnis: Die APP-Menge hing mit der Menge eines Enzyms zusammen, das für die Produktion von Neurotransmittern wichtig ist und somit für die Kommunikation der Nervenzellen untereinander.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news492301

Quellen: Ruhr-Universität Bochum, Informationsdienst Wissenschaft (idw)