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Positive Wirkung von Bakterien: Keimfrei ist nicht gut

Prof. Dr. Christine Lang im Interview mit der Zeitschrift „Brigitte“

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenVerbraucher beginnen sich differenzierter mit Bakterien auseinanderzusetzen und deren positive Wirkung für Körper und Gesundheit zu erkennen. Darauf weist Prof. Dr. Christine Lang, Vizepräsidentin der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM) und Geschäftsführerin der Organobalance GmbH in einem Gespräch mit der Zeitschrift „Brigitte“ hin. Ausschnitte aus dem Gespräch sind in der aktuellen Ausgabe Nr. 13 erschienen.

Darin betont Prof. Lang, dass Menschen „einen begründeten Respekt vor Bakterien“ haben, sich aber die Einstellung allgemein wandele. „Keimfrei ist nicht mehr automatisch gut“, zitiert das Blatt die Wissenschaftlerin. Im Gegenteil: Die Zunahme von Allergien und Resistenzen – oft gefördert durch mangelnden Kontakt mit natürlich vorkommenden Bakterien – habe zu einem Umdenken geführt.

Mittlerweile lasse sich die positive Wirkung probiotischer Bakterien nicht mehr nur für die Darmgesundheit, sondern auch für gesunde Haut nachweisen. Entsprechend arbeiten dem Blatt zufolge „Forschung und Beauty-Industrie“ daran die Vorteile von Bakterien für neue Produkte bei Hautpflege, Medizin und Pharma nutzbar zu machen.

Forschungsunternehmen wie Organobalance kommt dabei eine besondere Rolle zu, denn die verschiedenen Bakterienstämme müssen für die Verwendung auf der Haut aufbereitet werden. Mit Blick auf Joghurts mit probiotischen Milchsäurebakterien erklärt Christine Lang: „Die speziellen Milchsäurebakterien, die im Darm ihre Arbeit hervorragend erledigen, haben leider nicht die gleiche Wirkung auf der Haut.“ Daher sei es Aufgabe der Forschungsarbeit die positive Wirkung solcher Bakterien auch für die Haut nutzbar zu machen. In einer klinischen Studie von Organobalance konnten mit Hilfe von speziellen Lactobacillus-Extrakten die guten Bakterien auf der Haut stimuliert und die Hautflora so in eine gesunde Balance gebracht werden (Holz et al: Novel bioactive from Lactobacillus brevis DSM17250 to stimulate the growth of Staphylococcus epidermidis: a pilot study, in: Beneficial Microbes 2017 Feb 7;8(1):121-131).

 Darmbeschwerden und Verdauungsstoerungen – was ist mit Bioresonanz moeglich

Die Organobalance GmbH ist ein Forschungs- und Entwicklungsunternehmen der Biotechnologie mit Standorten in Berlin und Flensburg. Es wurde 2001 gegründet und entwickelt Produkte auf Basis probiotischer Bakterienkulturen sowie Hefeproduktionsstämme für die industrielle Biotechnologie. Eines der bekanntesten Produkte ist Pylopass™, ein natürliches Milchsäurebakterium, das spezifisch an den Magenkeim Helicobacter pylori bindet. Zu den Kunden zählen deutsche und internationale Unternehmen aus den Branchen Lebensmittel, Kosmetik, Futtermittel, Landwirtschaft und Pharma. Das Unternehmen verfügt über eine umfassende Sammlung von Hefe- und Milchsäurebakterien-Kulturen, die bis in die 1920-er Jahre zurückreicht. Geschäftsführerin Christine Lang lehrt außerdem als Professorin für Mikrobiologie und Molekulargenetik an der TU Berlin und wurde mit mehreren Unternehmer-Preisen ausgezeichnet. Sie ist zudem Vorsitzende des deutschen Bioökonomierates. Seit September 2016 ist Organobalance Teil der dänischen Novozymes A/S.

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Fettsucht & Fettleber: Studie nimmt Bakterien als mögliche Auslöser ins Visier

Forschung Wissenschaft Gesundheit

Forschung Wissenschaft Gesundheit

Zwei Forschungsprojekte an der Universität Hohenheim untersuchen Bakterien im Darm übergewichtiger Menschen.

Der Grund für Adipositas könnte im Darm liegen: Der Ernährungsmediziner Prof. Dr. Stephan C. Bischoff von der Universität Hohenheim untersucht deshalb, wie sich die Darmflora bei Übergewichtigen durch eine spezielle Therapie oder Operationen verändert. In einem weiteren Forschungsprojekt beleuchtet der Wissenschaftler zudem, ob die Darmbakterien auch die Ursache für die Fettleber-Erkrankung sind.

Mehr Infos unter http://idw-online.de/de/news530867

Quellen: Universität Hohenheim, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

Tipps für ein starkes Immunsystem

Kaum wird es nasskalt, drohen Viren und Bakterien wieder zuzuschlagen. Wie man das Immunsystem stärken und auf diese Weise der Erkältungswelle entkommen kann, verrät Claudia Galler, Gesundheitsredakteurin von Deutschlands größter Arztempfehlung jameda (http://www.jameda.de).

Je vielfältiger die Ernährung, desto besser die Abwehr

Für ein intaktes Immunsystem sind vor allem die Vitamine C und D sowie die Spurenelemente Zink und Selen wichtig. Am besten kann man diesen Bedarf mit einer ausgewogenen Ernährung decken: Fünfmal Obst und Gemüse am Tag, je zweimal Fisch und Fleisch pro Woche, dazu wertvolle pflanzliche Öle und Vollkornprodukte.

Raus an die frische Luft!

Ein täglicher Spaziergang versorgt den Körper mit Sauerstoff und befeuchtet die Rachen- und Nasenschleimhäute. Außerdem lässt Sonnenlicht in der Haut das wichtige Vitamin D entstehen. Doch auch Regenwetter und Schnee sollte Sie nicht davon abhalten, frische Luft zu tanken. Achten Sie dabei auf warme Hände und Füße, denn nur eine gute Durchblutung der Haut versorgt auch die Schleimhäute in Nase und Rachen mit Abwehrzellen.

Sport treiben, aber bitte vernünftig

Ausdauersportarten wie Schwimmen, Laufen oder Nordic Walking eignen sich besonders gut, die Immunabwehr zu stärken. Durch den erhöhten Stoffwechsel und die bessere Durchblutung, können Krankheitserreger besser bekämpft und Abfallstoffe schneller aus dem Körper abtransportiert werden. Vorsicht vor Überanstrengung: Fangen Sie mit Bedacht an und steigern Sie sich langsam. Danach ausruhen, genug trinken und warm einpacken!

Schlafen Sie ausreichend?

Während viele Körpervorgänge im Schlaf verlangsamen, ist die Körperabwehr dann besonders aktiv. Es werden vermehrt Immunzellen gebildet, die Fremdstoffe im Köper bekämpfen. Im Durchschnitt braucht man etwa acht Stunden Schlaf, um sich zu erholen. Ein Nickerchen nach dem Mittagessen von maximal 30 Minuten bringt den Körper zusätzlich in Schwung.

Lachen Sie jeden Tag!

Beim Lachen werden körpereigene Glückshormone (Endorphine) und vermehrt Abwehrkörper ausgeschüttet. So nehmen Stresshormone wie Kortison und Adrenalin im Körper ab, der Blutdruck sinkt, die Laune steigt und die Krankheitserreger haben keine Chance!

Rauchen schwächt die Immunabwehr

Mit dem Tabakrauch werden dem Körper eine Unmenge an Giften zugemutet: Nikotin verengt die Gefäße und verringert die Durchblutung der Schleimhäute, Schadstoffe in der Lunge müssen von Abwehrzellen des Körpers bekämpft werden. Wer das Rauchen aufgibt, entlastet also sein Immunsystem enorm.

Kalte Güsse und heiße Sauna

Kalte Duschen und Saunagänge trainieren durch die steten Temperaturwechsel das Immunsystem. Geübte können durchaus zwei bis dreimal pro Woche die Sauna besuchen. Mit einem kalten Guss über Arme und Beine kann man die tägliche Dusche abschließen. Der Rumpf ist sehr kälteempfindlich und kostet besonders viel Überwindung. Gut abtrocknen und warm einpacken nicht vergessen!

Heilpflanzen für ein starkes Immunsystem

Sonnenhut, Wasserhanf, Lebensbaum und Wilder Indigo sind Heilpflanzen, die die Immunabwehr ankurbeln. Sie sind als Tropfen, Saft oder Tabletten in der Apotheke erhältlich. Generell sollten sie erst einmal nicht länger als zwei Wochen eingenommen werden, damit das Immunsystem auch wieder eigenständig arbeiten kann.

Hat die Erkältungswelle trotz Immunsystem doch zugeschlagen, sollten Betroffene einen Arzt konsultieren. Gut bewertete Hausärzte finden Sie z.B. auf jameda (http://www.jameda.de/aerzte/allgemein-u-hausaerzte/fachgebiet/).

Quelle:

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Kontakt: jameda GmbH, Elke Ruppert, Klenzestraße 57b, 80469  München, presse@jameda.de, 089/2000 185 85, http://www.jameda.de

 

 

Gesundheitstipp Parodontitis

Bakterien den Garaus machen 

Lachen ist gesund. Das ist nicht nur eine Redensart, sondern längst wissenschaftlich bewiesen. Parodontitis-Patienten tun sich allerdings schwer damit. Denn diese weitverbreitete Entzündung des Zahnhalteapparates ist die häufigste Ursache für Zahnausfall im Erwachsenenalter. Wir verraten Ihnen, wie Sie Parodontitis vorbeugen können.

Sieben von zehn Erwachsenen betroffen

Parodontitis, oft auch Parodontose genannt, ist eine bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparates. Ein erstes Anzeichen ist meist eine anhaltende Zahnfleischentzündung. Die Krankheit zerstört jedoch nicht nur den Zahnhalteapparat, sondern wirkt sich neuen Studien zufolge auch negativ auf die gesamte Gesundheit aus.

Wie kann ich Parodontitis verhindern?

Die beste Prävention ist eine konsequente Mundhygiene. Parodontitis entsteht nämlich durch Bakterien, die sich im Zahnbelag sammeln und vermehren. Auch Rauchen begünstigt die Entstehung.

Normales Zähneputzen reicht nicht aus

Weil Zahnbürsten nur die Vorder- und Rückseiten der Zähne reinigen, sollten zur Parodontitis-Prophylaxe zusätzliche Hilfsmittel verwendet werden. Andreja Berdin vom Team Dental der Schwenninger Krankenkasse rät: „Entfernen Sie mit Zahnseide oder einer speziellen Bürste für die Zahnzwischenräume einmal täglich die bakteriellen Beläge in den Zahnzwischenräumen. Eine Professionelle Zahnreinigung einmal im Jahr unterstützt das Ganze noch wirkungsvoll.“ Mehr Infos unter www.Die-Schwenninger.de

Quellen:

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Kontakt:Die Schwenninger Krankenkasse, Roland  Frimmersdorf, Spittelstraße 50, 78056  Villingen-Schwenningen, R.Frimmersdorf@Die-Schwenninger.de, 07720 97 27 – 11500, http://www.Die-Schwenninger.de

 

 

Tot oder lebendig?

Die trickreiche Jagd nach krankmachenden Bakterien

Forscherinnen und Forscher der Universitäten Gießen und Bonn entschlüsseln, wie das Immunsystem lebende von toten Erregern unterscheidet und damit deren Gefährlichkeit prüft – Veröffentlichung im renommierten EMBO Journal

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news501321

Quellen: Justus-Liebig-Universität Gießen, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

UDE: Silber ist doch kein gut verträglicher Bakterienkiller

Das seit Langem wegen seiner antibakteriellen Wirkung medizinisch eingesetzte Silber schädigt in der benötigten Dosis auch menschliche Gewebezellen. Zusätzlich schwächt ein Bluteiweiß die Wirkung auf Bakterien. Das belegte jüngst ein Team um Prof. Dr. Stephan Barcikowski vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) in drei aufeinander aufbauenden Veröffentlichungen.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news495758

Quellen: Universität Duisburg-Essen, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Naturstoffe blockieren Bakterien-Wachstum

Am HZI entdeckte Substanzen: US-Wissenschaftler klären Wirkungsweise auf

Ein internationales Forscherteam beschreibt in der renommierten Fachzeitschrift Science, wie eine Gruppe von Naturstoffen die Vermehrung von Bakterien stoppt. Die am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) entdeckten Substanzen blockieren in der Bakterienzelle das Enzym RNA-Polymerase, das für das Ablesen der Erbsubstanz zuständig ist. Mit hoch empfindlichen Analysemethoden konnten die Wissenschaftler zeigen: Die Wirkstoffe greifen dabei an einer anderen Stelle des Enzmys an als bisher beschriebene Antibiotika.

Mehr Infos unter http://www.idw-online.de/de/news490849

Quelle: Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

UDE: Herausragende Publikation im Science Magazine – Wie der Wirt Bakterien erkennt

Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten umgeben uns. Dass wir trotzdem nicht krank werden, liegt an bestimmten zellulären Sensoren, wie den Toll-like Rezeptoren (TLR). Sie erkennen molekulare Muster von Erregern und leiten ihre meist völlig unbemerkte Vernichtung ein. Diese immunaktivierenden Fähigkeiten wurden erst 1998 entdeckt, dafür gab es den Nobelpreis. Ein internationales Team von Mikrobiologen hat jetzt neue Erkenntnisse dazu im Science Magazine veröffentlicht.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news489158

Quellen: Universität Duisburg-Essen, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Theodor-Frerichs-Preis der DGIM: Immunsystem unterscheidet zwischen lebendigen und toten Bakterien

Auf lebende Krankheitserreger reagiert der Körper mit Abwehr, tote dagegen ignoriert er – diese beseitigen Fresszellen. Wie das Immunsystem die Lebenszeichen von Bakterien – die sogenannte Viabilität – erkennt, zeigte der Nachwuchsforscher Dr. med. Leif Erik Sander aus Berlin in mehreren Experimenten.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news472353

Quellen: Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V., Informationsdienst Wissenschaft (idw)

Bakterien täuschen Immunsystem mit molekularer Tarnkappe

Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg und der Universität Mainz veröffentlichen im Journal of Experimental Medicine

Bestimmte Bakterien können mit Hilfe einer molekularen Tarnkappe Abwehrreaktionen des Immunsystems verhindern: Minimale Veränderungen an einzelnen Molekülen reichen aus, um nicht als Eindringling erkannt und bekämpft zu werden. Diese Ergebnisse von Wissenschaftlern des Universitätsklinikums Heidelberg und der Universität Mainz wurden jetzt – vorab online – im renommierten Journal of Experimental Medicine veröffentlicht. Nun wollen die Forscher klären, wie diese Tarnkappen funktionieren und ob sie eine Rolle bei Infektionen spielen.

Mehr Infos unter http://www.idw-online.de/de/news467089

Quellen: Universitätsklinikum Heidelberg, Informationsdienst Wissenschaft (idw)