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Wer übernimmt die Verantwortung für Übergewicht

Mehr Bewegung einzufordern, ist unpopulär

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„Schuld sind immer die anderen“, das ist ein weit verbreitetes Lebensmotto, mit dem sich Menschen gerne vor Selbstkritik schützen. Gesellschaftlich großen Zuspruch findet diese Einstellung auch in den zahlreichen Diskussionen zur unbestritten wachsenden Übergewichtsproblematik.

Laut dem aktuellen Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) haben 59 Prozent der Männer und 37 Prozent der Frauen einen Body-Mass-Index (BMI) von gleich oder über 25 und gelten damit als übergewichtig. Und wer ist schuld daran? Das ist doch ganz klar: Die Lebensmittelindustrie, die heimlich Kalorien in ihren Produkten versteckt, bevorzugt in Form von Zucker, der uns dann auch noch süchtig macht.

Jeder seriöse Wissenschaftler würde solch eine konstruierte Kausalkette kopfschüttelnd als vollkommenen Blödsinn abtun. Nicht nur in der breiten Bevölkerung gibt es jedoch zahlreiche Anhänger dieser abstrusen Vorstellung. Auch Medienvertreter, Verbandsfunktionäre und Politiker schieben gern die Verantwortung für Übergewicht der Lebensmittelwirtschaft und insbesondere dem Zucker in die Schuhe. Das Ergebnis: Laut dem Insa-Meinungstrend glauben inzwischen rund 60 Prozent der Bundesbürger, dass der Genuss von Zucker genauso süchtig machen kann wie der Konsum von Alkohol oder Nikotin. Diese Einschätzung entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage, wie der Gesellschaftskritiker Detlef Brendel in seinem Buch “ Die Zucker-Lüge“ (Ludwig-Verlag) mit faktenreicher Recherche belegt. Und sie verstellt den Blick auf die eigentlichen Ursachen für Übergewicht, zu denen neben Schlafmangel, Stress und genetischer Veranlagung an erster Stelle das kontinuierlich zurückgehende Bewegungsniveau der Menschen gehört.

 Wegweiser Abnehmen

Der chronische Mangel an regelmäßiger körperlicher Aktivität begünstigt in entscheidendem Maße eine unausgeglichene Energiebilanz und damit Übergewicht. Das Hauptproblem ist also nicht die Kalorienaufnahme, sondern der zu geringe Kalorienverbrauch. Dafür ist jedoch nicht die Lebensmittelbranche verantwortlich, sondern jeder selbst. Doch mit der Forderung, Erwachsene müssen als Ausgleich zu der inzwischen überwiegend im Sitzen stattfindenden Arbeit ihre Freizeit körperlich aktiv gestalten, macht sich natürlich niemand beliebt. Wer will schon hören, dass er für seine Übergewichtsprobleme mit großer Wahrscheinlichkeit vor allem selbst verantwortlich ist.

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Dicksein ist Normalzustand

Zucker-Hysterie fördert Übergewicht-Epidemie

Pressemeldungen Gesundheit

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„Das Dicksein ist heute keine Ausnahme mehr, sondern vielmehr der Normalzustand“. Zu diesem Ergebnis kommt der 13. Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), der auf Daten des Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes basiert. 59 Prozent der Männer und 37 Prozent der Frauen sind übergewichtig. Einen Body-Mass-Index (BMI) von gleich oder über 25 haben am Ende ihres Berufslebens bereits 74,2 Prozent der Männer und 56,3 Prozent der Frauen. Der normalgewichtige Mann ist ab einem Alter von 30 bis 35 Jahren in der Minderheit, bei den Frauen dominieren die Übergewichtigen ab einem Alter von 55 Jahren.

Die Gründe für die Entstehung von Übergewicht sind seit langem bekannt: „Viele Menschen in Deutschland essen zu viele energiereiche Lebensmittel und bewegen sich zu wenig“, sagt Prof. Helmut Heseker, ehemaliger Präsident der DGE. In Gesundheitsdebatten stehen jedoch häufig nicht die äußerst problematische geringe körperliche Aktivität in Beruf und Freizeit sowie die insgesamt zu hohe Energieaufnahme im Vordergrund, sondern die Verteufelung von einzelnen Nährstoffen. Vor allem Zucker und mit Zucker zubereitete Lebensmittel werden gern als die wahren Verursacher von Übergewicht gebrandmarkt. Diese einseitigen Schuldzuweisungen sind nicht nur wissenschaftlich betrachtet unhaltbar, sie verstellen auch den Blick auf die eigentlichen Lebensstil-Probleme und fördern dadurch sogar die Übergewichts-Epidemie.

Laut dem Ernährungsbericht der DGE ist ein deutlicher Rückgang im Verbrauch von Zuckerwaren feststellbar, keineswegs jedoch eine Abnahme der Häufigkeit von Übergewicht. Das ist auch nicht verwunderlich, sondern bestätigt nur, dass es zwischen Zucker und Übergewicht keinen kausalen Zusammenhang gibt. Im Gegenteil: Eine Untersuchung unter Leitung von Prof. Jill Pell (Universität Glasgow) zu den Ernährungsgewohnheiten von über 130.000 Menschen kommt zu dem Resultat, dass bei Übergewichtigen im Vergleich zu Normalgewichtigen, wenig überraschend, die Gesamtzahl der aufgenommenen Kalorien und davon vor allem der Anteil an Fett als Kalorienlieferant erhöht ist. Interessant: Zuckerhaltige Lebensmittel sind hingegen als Kalorienquelle bei Übergewichtigen sogar seltener vertreten gewesen als bei Studienteilnehmern ohne Gewichtsprobleme.

Die Diskriminierung von Zucker hat offenbar den Trend begünstigt, dass sich Verbraucher von mit Zucker zubereiteten Lebensmitteln abwenden, diese aber durch andere fettreiche Produkte überkompensieren. Wissenschaftler sprechen bei diesem Phänomen von der so genannten „Zucker-Fett-Schaukel“. Entsprechend stellen die Glasgower Forscher fest, dass die Anti-Zucker-Kampagnen eher kontraproduktiv im Kampf gegen Übergewicht sind. „Die Zucker-Hysterie führt die Menschen in die Irre. Sie hat Alibi-Charakter, weil sie zum vermeintlich Verantwortlichen für Übergewicht die Lebensmittelbranche macht, statt am individuellen Lebensstil anzusetzen“, sagt der Wirtschaftspublizist Detlef Brendel, Co-Autor des lesenswerten Buches “ Die Zucker-Lüge“ (Ludwig-Verlag).

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Obst und Gemüse to go

Trend nach gesundem Snack beginnt gerade erst

Pressemeldungen Gesundheit

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Im vergangenen Jahr haben die Bundesbürger pro Kopf 88,7 kg Obst für 180,78 Euro eingekauft. Äpfel und Bananen standen dabei wie immer ganz oben. Melonen und Trauben sind die Gewinner in den vergangenen drei Jahren. Beim Frischgemüse wurden 71,7 kg für 173,54 Euro eingekauft, darunter – auch wie immer – am meisten Tomaten. Möhren und Zwiebeln sind auf den Plätzen zwei und drei wieder auf das Niveau von 2014 zurückgekehrt.

Doch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung verzeichnet in ihrem 13. Ernährungsbericht einen weiteren Rückgang beim Verzehr von Obst und Gemüse. Werbemaßnahmen scheinen an den Kunden abzuprallen. Dieter Krauß, Präsident des Deutschen Fruchthandelsverbandes, sagte auf der Branchenmesse Fruit Logistica in Berlin, es gebe das „emotionale Problem, dass Obst und Gemüse nicht ihren entsprechenden Stellenwert einnehmen“. Äpfel, Birnen und Kohl sind „eben nicht sexy genug“. Doch der Lebensmittelhandel übernehme die Verantwortung und modernisiere seine Frischeabteilungen. Die Branche müsse weiterhin an Emotionen und Werbetrends jenseits des Produktes arbeiten.

Obst und Gemüse werden mittlerweile auf unterschiedlichste Weisen unter die Käufer gebracht – als verarbeitete Produkte und to go zum Beispiel. Für die Verbreitung eines positiven Images sorgen auch Gesundheitsbewusste in den sozialen Medien. Dieses Up-Trading hat die Branche erfasst, erläuterte Hans-Christoph Behr von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI). Den Konsum müsse man nicht nach der „Kilo-Mentalität“ messen. „Das führt uns in die Irre.“ Denn Obst und Gemüse sind keine „Massenware“. So sind Beeren der neue Trend. Sie werden von den Kunden aber nicht in Massen genossen. Auch die smart verpackte Snack-Tomate für unterwegs und der Picknick-Apfel sind gerade erst dabei, die Kunden zu erobern.

Roland Krieg, www.bzfe.de

Heilkraft des Obstes und Gemüses – DGE-Studie bestätigt

Mehr Infos über die Heilkraft des Obstes und von Gemüse

Wie wichtig der regelmäßige Genuss von Obst und Gemüse für unsere Gesundheit ist, bestätigt eine aktuelle Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. Darin wird beispielhaft erläutert, wie Obst und Gemüse das Risiko für Bluthochdruck, Schlaganfälle und Erkrankungen der Herzkranzgefäße, wie Herzinfarkt senken. Mehr dazu in der Stellungnahme http://www.dge.de/pdf/ws/DGE-Stellungnahme-Gemuese-Obst-2012.pdf

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V., www.dge.de

Außerdem finden Sie für eine Vielzahl von Obstsorten welche Heilwirkungen sie haben auf dem speziellen Portal www.obst-heilkraft.de

Josef Senn, Redaktion mediportal-online