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Lebensmittel wertschätzen

Neue Internet-Plattform von Bund und Ländern

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenElf Millionen Tonnen Lebensmittel werden in Deutschland jedes Jahr in der Industrie, bei Großverbrauchern, im Handel und in Privathaushalten weggeworfen. Deutschland hat sich dem Ziel der Vereinten Nationen verpflichtet, bis 2030 die Lebensmittelverschwendung pro Kopf auf Einzelhandels- und Verbraucherebene zu halbieren und die entlang der Produktions- und Lieferkette entstehenden Nahrungsmittelverluste einschließlich Nachernteverluste zu verringern. Das kann nur gelingen, wenn sich alle Akteure entlang der Wertschöpfungskette beteiligen und das gesellschaftliche Bewusstsein für den Wert der Lebensmittel steigt. Dazu ist die neue Internetplattform www.lebensmittelwertschätzen.de unter Federführung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft entstanden. Die Seite ist der erste Online-Schritt auf dem Weg zu einer gemeinsamen Strategie von Bund und Ländern zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen und -verlusten.

Die neue Website zeigt bereits 80 konkrete Aktivitäten für die gesamte Wertschöpfungskette. Die Beiträge verteilen sich auf die vier Hauptbereiche Produktion, Handel, Außer-Haus-Verpflegung und Gesellschaft. Die Aktivitäten demonstrieren, wie unterschiedlich man sich dem Thema Lebensmittelwertschätzung widmen kann. Sie dienen dabei als Best-Practice-Beispiele und zeigen gleichzeitig Kontakt- und Mitmachmöglichkeiten auf. Durch eine Filterfunktion kann der Nutzer auch herausfinden, ob in seiner Nähe Projekte stattfinden, bei denen er mitwirken kann. Neue Aktionen sollen laufend dazu kommen:

Die Seite stellt Checklisten, Kalkulationstabellen oder Schulungsmaterial vor.

Die Inhalte sind zum Teil aus dem Projekt „Lebensmittel Abfall vermeiden“ der FH Münster hervorgegangen sowie im Rahmen der Initiative Zu gut für die Tonne  entstanden. Zudem gibt die Seite www.lebensmittelwertschätzen.de auch einen Einblick in internationale Aktivitäten gegen Lebensmittelverschwendung.

www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.bzfe.de/inhalt/zu-gut-fuer-die-tonne-30081.html

Kontakt:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Präsident
Dr. Hanns-Christoph Eiden
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 68 45 – 0
Internet: www.ble.de
E-Mail: info@ble.de

Presserechtlich verantwortlich:
Dr. Margareta Büning-Fesel, BLE

Redaktion:
Harald Seitz, BLE
Renate Kessen, BLE

Es gibt keine falschen Lebensmittel

Entscheidend ist Ausgewogenheit

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenEs ist sehr populär geworden, einzelne Lebensmittel oder Nährstoffe unter die Lupe zu nehmen und sie dann als gut bzw. gesund oder eben als schlecht bzw. ungesund zu klassifizieren. Genau genommen ist solch ein Vorgehen aber eine ziemlich sinnfreie Beschäftigung, die nur dazu beiträgt, genussvolles Essen zu verleiden und die Verbraucher obendrein stark zu verunsichern.

„Es gibt keine falschen Lebensmittel, sondern nur einen falschen Umgang mit ihnen“, erinnert die Ernährungswissenschaftlerin Gabriele Kaufmann vom Bundeszentrum für Ernährung. Solche schlichten Erkenntnisse kommen jedoch bei der weit verbreiteten Ernährungshysterie gar nicht gut an. Dabei ist es unter dem Strich ziemlich simpel: Wir sollten uns in der Gesamtbilanz des Tages möglichst ausgewogen sowie abwechslungsreich ernähren und dabei darauf achten, dass wir nicht mehr Kalorien aufnehmen, als wir über den Grundumsatz plus unserem Bewegungsniveau verbrauchen.

Aber wer will so etwas hören? Und wen mache ich dann dafür verantwortlich, wenn ich zu dick bin? Im Trend liegt stattdessen, die Lebensmittelindustrie mit ihren Produkten als Feind des Menschen auszumachen. Wer unbedarft im Supermarkt ohne schlechtes Gewissen aus dem immens vielfältigen Angebot auswählt und dann womöglich noch mit Genuss isst, ohne Furcht, dabei seine Gesundheit zu ruinieren, der hat in den Augen von Ernährungsfanatikern jegliche Berechtigung verloren, sich zu diesem Thema zu äußern. „Der problemorientierte und moralisch korrekte Verbraucher übt vor allem Verzicht aus. Genuss ist ihm suspekt“, resümiert der Gesellschaftskritiker Detlef Brendel in seinem lesenswerten Buch “ Die Zucker-Lüge“ (Ludwig-Verlag). Die Besserwisser der uns permanent verfolgenden Ernährungsaufklärung schaffen es laut Brendel, dass wir uns vor dem Essen und erst recht vor dem Genuss fürchten. Doch wem ist damit gedient? Leben wir mit dieser Einstellung gesünder, länger oder gar glücklicher? Wohl kaum, dennoch gibt es zahlreiche Profiteure der nahezu täglich zunehmenden Ernährungsideologien – der schlichte Verbraucher gehört allerdings nicht dazu.

Hier das Buch kennenlernen: Die Zucker-Lüge: Wie das Lebensmittel-Kartell uns einredet, dass Essen krank macht

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