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Deutsche Bevölkerung braucht mehr Bewegung

Körperliche Aktivität verlängert das Leben

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenWeniger als die Hälfte der deutschen Bevölkerung, nämlich 43 Prozent der Frauen und 48 Prozent der Männer, erreicht noch die Minimal-Bewegungsempfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von 150 Minuten pro Woche, also täglich etwa 20 Minuten. Das zeigen Erhebungen des Robert Koch-Instituts. Als körperliche Aktivität hat das Institut jede Bewegung definiert, die durch die Skelettmuskulatur erzeugt wird und den Energieverbrauch über den Grundumsatz anhebt.

Zu diesen Aktivitäten zählen z. B. Radfahren, Joggen, Fußballspielen oder Schwimmen, die eine erhöhte Atem- sowie Herzfrequenz bewirken und über einen Zeitraum von mindestens zehn Minuten ohne Unterbrechung ausgeübt werden.

Wie hoch der Stellenwert von regelmäßiger körperlicher Aktivität für ein gesundes, langes Leben ist, hat aktuell die kanadische PURE-Studie gezeigt, die bislang größte Untersuchung zu diesem Thema. Bei dieser Langzeitstudie von Wissenschaftlern der McMaster Universität in Hamilton sind über 130.000 Menschen aus 17 Ländern der Welt standardisiert zu ihrem Bewegungsverhalten befragt und im Mittel 6,9 Jahre beobachtet worden. Das Ergebnis: 150 Minuten Bewegung pro Woche reichen aus, um weltweit etwa einen von zwölf Todesfällen zu verhindern. Bereits moderate körperliche Aktivität senkte das Sterberisiko im Laufe von knapp sieben Jahren um 20 Prozent im Vergleich zu einem geringen Bewegungspensum (< 150 Minuten/Woche). Insbesondere die kardiovaskuläre Sterblichkeit aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen nahm dabei um 14 Prozent ab.

 Vom Schmerz zur Heilung

Der chronische Bewegungsmangel, der auf mehr als jeden zweiten Bundesbürger zutrifft, muss somit als ein maßgebliches Gesundheitsrisiko eingestuft werden. Eng verbunden mit dem weit verbreiteten Defizit an körperlicher Aktivität ist die Übergewichtsproblematik. Diesen Zusammenhang hat vor kurzem eine weltweite Studie unter Leitung der US-Universität Stanford, in die fast 720.000 Menschen aus 111 Ländern eingebunden waren, eindrucksvoll bestätigt. Diese Kausalität ist wenig verwunderlich, denn es ist seit langem bekannt, dass eine ausgewogene Energiebilanz, also das Verhältnis zwischen der Energieaufnahme über die Ernährung und dem Energieverbrauch durch Bewegung, entscheidenden Einfluss auf das Körpergewicht hat.

Äußerst verwunderlich ist hingegen, dass in Deutschland im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussionen über die Ursachen für Übergewicht fast ausschließlich das Thema Ernährung steht. Als Feind von Normalgewicht wird hierzulande vor allem die Lebensmittelindustrie ins Feld geführt, die angeblich heimtückisch, um ihre Produkte begehrenswert zu machen, u. a. Zucker beimischt. „Insbesondere Organisationen wie Foodwatch, die selbsternannten Essensretter und obersten Appetitverderber, tragen erheblich dazu bei, dass die wesentlichen Faktoren für Übergewicht nicht auf der Basis von wissenschaftlichen Fakten, sondern unter ideologischen und interessengesteuerten Gesichtspunkten bewertet werden“, warnt der Gesellschaftskritiker Detlef Brendel, bekannt als Autor des Buches „Die Zucker-Lüge“. Jüngstes Beispiel hierfür: In ihrem aktuellen Statement „Sieben Mythen zum Thema Zucker und Übergewicht“ behauptet Foodwatch allen Ernstes: „Die oft genannte These, dass sich Kinder und Jugendliche heute weniger bewegen als noch vor wenigen Jahrzehnten, lässt sich wissenschaftlich nicht belegen. Auch für Erwachsene gibt es hier keine eindeutigen Ergebnisse“. Solche Äußerungen entbehren jeder Grundlage und sind in höchstem Maße verantwortungslos, weil sie dazu beitragen, den nachweislich lebensverkürzenden Bewegungsmangel zu verharmlosen.

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Schlaf- und Bewegungs-Mangel machen dick

Aber alle sprechen nur von der Ernährung

Artikel, News, Gesundheit

Es ist ein Paradoxon: Wissenschaftlich unbestritten ist, dass die Gründe für die Entwicklung von Übergewicht vielschichtig sind. Neben einer genetischen Veranlagung spielen vor allem das Ernährungsverhalten, das Bewegungsniveau, Stress und Schlafmangel eine entscheidende Rolle.

Dennoch steht im Zusammenhang mit der zunehmenden Übergewichtsproblematik fast immer ausschließlich die Ernährung im Fokus. Insbesondere die seit Jahrzehnten bekannte Tatsache, dass viele Lebensmittel Zucker enthalten, sowohl von Natur aus als auch zugefügt, gilt den zahlreichen oft selbst ernannten Gesundheitsexperten als das eigentliche Übel unserer Zeit. „Diese enorme Einseitigkeit bei der Suche nach Schuldigen ist umso erstaunlicher und gleichzeitig fataler, da die Statistik eine ganz andere Gewichtung der Ursachen mehr als nahelegt,“ mahnt der Gesellschaftskritiker Detlef Brendel in seinem Buch “ Die Zucker-Lüge“ (Ludwig-Verlag).

Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass sowohl die Kalorienaufnahme insgesamt wie auch der Zuckerkonsum im Speziellen seit Jahren auf nahezu konstantem Level geblieben sind. Ebenfalls zahlreiche Studien zeigen hingegen eindeutig, dass die Deutschen sich immer weniger bewegen und immer häufiger sowohl unter Stress wie auch unter Schlafmangel leiden. Alle drei dieser für Übergewicht relevanten Faktoren bedingen sich dabei in erheblichem Maße gegenseitig. Und allen drei Faktoren ist gemeinsam, dass sie entscheidend durch die zunehmende Dominanz von digitalen Medien in der Berufswelt wie auch in der Freizeit beeinflusst werden.

 Wegweiser Abnehmen

Stellvertretend seien an dieser Stelle nur drei Belege von vielen erwähnt: Laut dem aktuellen DAK-Gesundheitsreport hat im Vergleich zu 2009 die Häufigkeit von Schlafstörungen unter den 35- bis 65-Jährigen um 66 Prozent zugenommen. Mittlerweile leiden 31 Prozent der Berufstätigen mehrmals pro Woche unter Ein- und Durchschlafschwierigkeiten, zehn Prozent von ihnen haben nachweislich krankhafte Schlafprobleme. Nach einer Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) fühlt sich knapp die Hälfte der Beschäftigten, die mit digitalen Mitteln arbeiten, verstärkt durch Zeitdruck gestresst. Bei denjenigen, die in sehr hohem Maß von der Digitalisierung betroffen sind, liegt der Anteil sogar bei 60 Prozent. Und nicht nur Erwachsene bewegen sich viel zu wenig: Nicht einmal die Hälfte der Sechs- bis Zwölfjährigen in Deutschland erfüllt heute noch die WHO-Minimalanforderung von wenigstens einer Stunde moderater bis intensiver körperlicher Anstrengung täglich.

Fazit: Anstatt die Lebensmittelindustrie mit ihrem vielfältigen, transparenten Angebot für die Übergewichtsproblematik verantwortlich zu machen und Straf- bzw. Regulierungs-Steuern zu fordern, muss dringend eine Diskussion angeregt werden, welche Strategien Menschen im digitalisierten Zeitalter helfen, damit die physische sowie psychische Gesundheit nicht gefährdet wird. Ausreichende regelmäßige Bewegung, Entspannung und Schlaf sind in diesem Zusammenhang ohne Zweifel bedeutend wesentlichere Bausteine zur Problemlösung als die ideologisch motivierten Debatten bezüglich einer die Gesellschaft angeblich gefährdenden Ernährung.

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Extreme Fixierung auf „perfektes“ Essen

Ideologisierung der Ernährung äußerst problematisch

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Die Suche nach der „perfekten“ Ernährung kann zu einem Zwang werden, der das Leben massiv beeinträchtigt. Die Orthorexie, das übertriebene Einengen der Ernährung auf vermeintlich gesunde Lebensmittel, geht häufig mit einer manifesten Essstörung einher. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) hin. Laut einer aktuellen Studie bei über 400 psychisch kranken Menschen ließ sich bei 38 Prozent der Anorexie-Patienten (Magersucht) und bei 26 Prozent der Bulimie-Patienten (Ess-Brech-Sucht) eine Orthorexie feststellen. „Geht jemand nicht mehr auf Partys, weil es da angeblich nichts Richtiges zu essen gibt, ist das ein klares Warnzeichen“, warnt Prof. Ulrich Voderholzer, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (Klinik Roseneck, Prien am Chiemsee).

Orthorexie ist für sich genommen zwar noch keine psychiatrische Diagnose, dennoch kann die Ideologisierung der Ernährung zu einem erheblichen Problem werden. Auf der Strecke bleiben nicht nur die Lust oder gar der Genuss am Essen. Zu den Folgen zählen auch erhebliche Mangelerscheinungen, Untergewicht, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Antriebslosigkeit sowie eingeschränkte Leistungsfähigkeit.

Doch der Zeitgeist fördert den Trend zu Ernährungsfanatikern, die am Ende oft nur noch Gemüse und Obst essen. Verschwörungstheorien gegen die Lebensmittelindustrie generell oder gegen einzelne Zutaten, bevorzugt wird in den letzten Jahren vor allem Zucker angegriffen, werden mittlerweile gar nicht mehr als Fake News erkannt, sondern vollkommen unabhängig von der Faktenlage nicht nur geglaubt, sondern oft als alleingültige Wahrheit angesehen. Das Ergebnis ist eine erhebliche Verunsicherung, obgleich unser Lebensmittelangebot in punkto Sicherheit, Qualität, Transparenz und Vielfalt auf einem noch nie zuvor erreichten hohen Niveau liegt.

Dieses Phänomen der irrationalen Ängste erklärt Prof. Andreas Hensel (Präsident des Bundesinstituts für Risikoforschung) folgendermaßen: „Wenn Menschen feststellen, dass wissenschaftliche Erkenntnisse mit ihrem Weltbild kollidieren, sind sie häufig tief betroffen und verletzt. Sie reagieren dann manchmal ignorant oder auch aggressiv.“ Bezogen auf die Ernährung kann die Sorge, vermeintlich ungesunde Lebensmittel zu essen, zu einer fast schon krankhaften Vision werden. Die oft medienwirksam in Szene gesetzten Selbstversuche, einige Wochen z. B. komplett auf Zucker zu verzichten, was unter Aspekten einer ausgewogenen, vielseitigen Ernährung keineswegs sinnvoll ist, tragen zusätzlich dazu bei, ein gestörtes Verhältnis zur Nahrungsaufnahme zu fördern. „Aber sich mit der Ernährung gut zu fühlen oder sie gar zu genießen, scheint heute nicht mehr dem Zeitgeist zu entsprechen“, mutmaßt der Wirtschaftspublizist Detlef Brendel, Co-Autor des gesellschaftskritischen Buches “ Die Zucker-Lüge“ (Ludwig-Verlag). Es drängt sich schon der Eindruck auf, dass diese Entwicklung nicht nur im Hinblick auf die Nahrungsmittel-Not in Entwicklungsländern äußerst dekadent ist, sondern auch von teilweise profitorientierten Ideologen beispielsweise zur Profilierung von zweifelhaften Ratgeber-Lektüren keineswegs zum Wohl der Verbraucher forciert wird.

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Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Mangelnde Bewegung problematischer als Übergewicht

Pressemeldungen Gesundheit

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Übergewicht ist meist unübersehbar, mangelnde körperliche Fitness fällt auf den ersten Blick hingegen kaum auf. Bezogen auf die Gesundheit wirkt sich ein chronisches Bewegungsdefizit aber deutlich negativer aus als dauerhaft zu viele Pfunde: „Das Mortalitätsrisiko hängt eher von der Fitness als von der „Fatness“ ab“, bestätigt Dr. Susanne Berrisch-Rahmel (CardioCentrum, Düsseldorf). Auch übergewichtige Menschen können, so die Kardiologin, wenn sie fit sind und regelmäßig trainieren, ihr Herz-Kreislauf-Risiko senken. Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) rät deshalb zu vier- bis fünfmal wöchentlich 30 bis 45 Minuten moderater Bewegung (z. B. Spazierengehen, langsames Radfahren, Staubsaugen oder Rasen mähen), davon aber mindestens je zehn Minuten mit mäßiger Intensität (z. B. dynamische Ausdauersportarten wie Joggen, Schwimmen oder Tennisspielen jeweils ergänzt durch Kraftsport).

Im Fokus der Kritik der Lebensstil-Diskussionen stehen heute allerdings vor allem die Ernährung und hier insbesondere Zucker sowie zuckerhaltige Lebensmittel, nachdem jahrelang fettreiche Kost verpönt wurde. Doch Fakt ist: Die Deutschen nehmen im Schnitt nachweislich nicht mehr Kalorien auf als früher, aber sie verbrauchen entscheidend weniger, weil sie körperlich erheblich seltener aktiv sind. Die hieraus resultierende unausgewogene Energiebilanz führt nicht nur zu Übergewicht, mangelnde Fitness schadet auch unabhängig vom Gewicht unserem Lebensmotor, dem Herzen.

Statt die Lebensmittelindustrie und ihr reichhaltiges Angebot für unsere Gesundheitsprobleme verantwortlich zu machen, wie dies von den zahlreichen selbsternannten Ernährungsideologen kontinuierlich geschieht, sollte sich jeder lieber fragen, wie er täglich für mehr Bewegung in seinem Leben sorgen kann. Diese Eigenverantwortung lässt sich nicht delegieren. „Auf jedem TV-Gerät oder jeder Spielkonsole, auf jedem Laptop oder Smartphone müsste eigentlich der Hinweis angebracht sein: Kann zu Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen“, formuliert der Wirtschaftspublizist Detlef Brendel provokant in seinem lesenswerten Buch “ Die Zucker-Lüge“ (Ludwig-Verlag, 16,99 Euro). Denn unbestritten ist, nicht einzelne Lebensmittel oder Nährstoffe machen uns krank, sondern in erster Linie unser sitzender Lebensstil.

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