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Kinder schlafen zu wenig

Mangelnde Nachtruhe fördert Gewichtsprobleme

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Der Schlafbedarf ist im Wachstums- und Entwicklungsalter deutlich höher als bei Erwachsenen. Als Richtwert gilt für Fünf- und Sechsjährige z. B. ein Schlafpensum von 11,5 Stunden, das sich für 14- bis 16-Jährige schrittweise auf neun Stunden reduziert. Diesen Empfehlungen entsprechen Studien zufolge jedoch immer weniger Kinder und Jugendliche, oft bedingt durch den seit Jahren zunehmenden nächtlichen Medienkonsum. Chronischer Schlafmangel ist ein ernst zu nehmendes Problem. Er wirkt sich nicht nur negativ auf die Leistungsfähigkeit aus, sondern auch auf die Gesundheit. Untersuchungen bestätigen u. a. einen klaren Zusammenhang zwischen unzureichender Nachtruhe bei Kids und dem Risiko, Übergewicht zu entwickeln. Es ist deshalb eine wichtige Erziehungsaufgabe, dass Eltern dafür sorgen, dass ihre Sprösslinge genug Schlaf bekommen. Am besten gelingt dies mit klar definierten Grenzen zum Gebrauch von digitalen Medien und einem bewegungsfreudigen Lebensstil: „Kids, die sich tagsüber reichlich körperlich auspowern, kommen aus eigenem Bedürfnis auf ein gesundes Schlafpensum“, sagt Dr. Axel Armbrecht (Institut für Bewegungstherapie, Eutin), der sich u. a. für das Ratgeber-Portal www.komm-in-schwung.de engagiert.

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Viele Kids leiden unter Rückenschmerzen

Konsequenzen des bewegungsarmen Lebensstils

Pressemeldungen Gesundheit

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Noch in den 1980er Jahren traten Rückenschmerzen bei Kindern nur selten auf und waren dann meist Symptome einer ernstzunehmenden Erkrankung. Diese Situation hat sich heute drastisch verändert. „Inzwischen sind Rückenschmerzen bei Kindern und Jugendlichen ein weit verbreitetes Phänomen und haben in den letzten Jahren massiv zugenommen“, warnt Prof. Berthold Koletzko, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit (www.kindergesundheit.de). Laut der KiGGS-Studie des Robert Koch-Instituts (Berlin) klagt fast die Hälfte der Elf- bis 17-jährigen Kinder über Rückenprobleme. Jedoch nur bei höchstens 15 Prozent der Betroffenen steckt hinter den Schmerzen eine organische Ursache wie Skoliose oder die Scheuermann-Krankheit.

Eine bundesweite Forsa-Umfrage bei 100 Kinder- und Jugendärzten zeigt, dass die überwiegende Mehrheit der Kids aufgrund des heutigen Lebensstils unter Rückenproblemen leidet. Zu den häufigsten Ursachen zählen nach Einschätzung der Ärzte mit 98 Prozent der Nennungen der Bewegungsmangel in der Freizeit und damit eng verknüpft mit 95 Prozent die hohe Nutzungsdauer von digitalen Medien. Außerdem glauben 91 Prozent der Ärzte, dass Eltern die motorische Entwicklung ihrer Sprösslinge nicht ausreichend anregen. 60 Prozent der Befragten bemängeln zudem, dass Kinder zu wenig oder schlechten Schulsportunterricht erhalten.

Für die Vermutungen der Ärzte gibt es handfeste Beweise. Laut Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollten Kinder und Jugendliche mindestens eine Stunde pro Tag eine moderate bis starke Bewegungsaktivität ausüben. Dieser Richtwert wird nach Zahlen der KiGGS-Studie von mageren 27,5 Prozent der Drei- bis 17-Jährigen erreicht. Je älter Kinder werden, umso mehr sinkt ihr Bewegungspensum. Von den Jungen zwischen 14 und 17 Jahren entsprechen lediglich 15 Prozent der WHO-Empfehlung, bei den gleichaltrigen Mädchen sind es sogar nur acht Prozent.

 Vom Schmerz zur Heilung

Die Konsequenzen des bewegungsarmen Lebensstils von Kindern und Jugendlichen sind weitreichend: Neben Rückenschmerzen, Haltungsstörungen und motorischen Defiziten wird bei Heranwachsenden auch das Risiko für Übergewicht, Stoffwechselstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht. Die Zunahme von psychischen Verhaltensauffälligkeiten geht ebenfalls auf das Konto von Bewegungsmangel. Die Stiftung Kindergesundheit appelliert deshalb an die Eltern, bewegte Vorbilder für ihre Kinder zu sein. Sie sollten von klein auf mit ihrem Nachwuchs gemeinsame körperliche Aktivitäten entfalten. Tipps und Anregungen für einen bewegungsfreudigen Lebensstil finden Eltern z. B. auf dem von Experten entwickelten mehrsprachigen Ratgeber-Portal www.komm-in-schwung.de.

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„Zellen fahren gerne Fahrrad“

Neues Buch von Präventivmediziner Professor Martin Halle erklärt: Länger jung bleiben dank gesundem Lebensstil

Professor Martin Halle (50) erklärt in seinem neuen Buch „Zellen fahren gerne Fahrrad“, wie ein gesunder Lebensstil Gefäße und Organe jung erhalten und so Alterungsprozesse verlangsamen kann. Der Mediziner stellt den sogenannten E-Faktor vor, mit dem jeder durch Präventivmaßnahmen seine körpereigenen Potenziale für die Jungerhaltung aktivieren kann. Dabei beruft sich Halle auf neueste wissenschaftliche Studien. Spannend ist auch die Umsetzung in die Praxis: Das sogenannte E-Punkte-Programm zeigt auf, wie man Ernährung und körperliches Training ideal aufeinander abstimmt. Den Abschluss bildet der Test zur Bestimmung des „biologischen Gefäßalters“ (=o jung bin ich wirklich“). Zahlreiche Grafiken und Bilder verdeutlichen die einzelnen Kapitel anschaulich.

Altern geht über die Gefäße

Der Zustand der Gefäße ist entscheidend für eine optimale Versorgung der Körperzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen. Sie sind Dreh- und Angelpunkt, wenn es darum geht, wann der Körper zu altern beginnt. Alterungsfaktoren sind körperliche Inaktivität, Stress, Fehlernährung, Übergewicht, Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes und erhöhte Blutfette.

Verjüngung der Gefäße

Der einzige Weg, nachweislich die Verjüngungsmechanismen in Schwung zu bringen, ist die richtige Kombination aus gefäßgesunder Ernährung und körperlicher Aktivität. Hierfür hat Professor Halle je einen Zehn Punkte-Plan entwickelt. Sein E-Punkte-Programm bietet konkrete Hilfestellung im Alltag.

Daten zum Buch: Mosaik Verlag, Professor Martin Halle, „Zellen fahren gerne Fahrrad – Mit gesunden Gefäßen länger jung bleiben“, gebundene Ausgabe mit 208 Seiten, Format 17 x 24 cm, circa 60 farbige Abbildungen, ISBN 978-3-442-39225-4, EUR 19,99, erschienen am 9. Juli.

Weitere Informationen unter www.das-biologische-alter.de.

Quellen:

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Kontakt: Zentrum für Prävention und Sportmedizin der TU München, Professor Martin Halle, Uptown München-Campus C, Georg-Brauchle-Ring 56, 80992 München, 089 / 289 244 41, http://www.das-biologische-alter.de, info@sport.med.tum.de

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