Schlagwort-Archive: Multiple Sklerose

Darmbakterien sorgen für gesundes Gehirn

Forschung Wissenschaft Gesundheit

Forschung Wissenschaft Gesundheit

Die Darmflora beeinflusst lebenslang die Immunabwehr des Gehirns und damit möglicherweise auch den Verlauf von Hirnerkrankungen wie Alzheimer und Multipler Sklerose.

Dies haben Forscher des Universitätsklinikums Freiburg erstmals an Mäusen festgestellt. Bakterielle Abbauprodukte steuern Reifung und Funktion von Fresszellen des Gehirns, die bei Mäusen ohne Darmflora verkümmert sind. Nach Etablierung einer Darmflora waren die Zellen wieder gesünder. Daraus ergeben sich Hinweise für einen Einfluss des Darms auf mögliche Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen, sondern auch auf die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung. Die Studie erscheint in der Zeitschrift „Nature Neuroscience“.

Mehr Infos unter: https://idw-online.de/de/news631993

Quelle: Universitätsklinikum Freiburg, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 Buch-TippBuchtipps zum Thema:

MS: Umbau im Gehirn

Bei Patienten, die an Multipler Sklerose erkrankt sind, ist das Gehirn in der Lage, bestimmte Störungen zu einem gewissen Grad zu kompensieren. Wie es das macht, haben Mediziner der Würzburger Uniklinik genauer untersucht.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news498161

Quellen: Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Entdeckung von Immunzellen, die vor Multipler Sklerose schützen

Mainzer Wissenschaftler publizieren Forschungsergebnisse in „Immunity“

Von bestimmten Zellen des Immunsystems, den sogenannten dendritischen Zellen, dachte man bislang, dass sie zum Ausbruch und zur Entwicklung von Multipler Sklerose (MS) beitrügen. Forschungsergebnisse, die Wissenschaftler der Universitätsmedizin Mainz in der aktuellen Ausgabe des Magazins „Immunity“ publiziert haben, legen nun das Gegenteil nahe: Die dendritischen Zellen haben eher eine Schutzfunktion. Diese Erkenntnis könnte auch Einfluss auf zukünftige Therapiekonzepte haben.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news492801

Quellen: Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Multiple Sklerose: Neuer Marker könnte Diagnose zukünftig erleichtern

KKNMS-Forscher identifizieren Kaliumkanal KIR4.1 als Ziel von Autoantikörpern

München, 12.07.2012 – Multiple Sklerose (MS) sicher zu diagnostizieren, erfordert langjährige neurologische Erfahrung, da eine Vielzahl klinischer und paraklinischer Befunde bewertet und eingeordnet werden müssen. Manchmal ist eine eindeutige Diagnose erst nach Jahren möglich. Ein neuer potenzieller Biomarker, der mittels Bluttest bestimmt wird, könnte zukünftig die Diagnosestellung vereinfachen. Einem Forscherteam des Kompetenznetzes Multiple Sklerose (KKNMS) um Vorstandsmitglied Professor Dr. Bernhard Hemmer ist es gelungen, den Kaliumkanal KIR4.1 als Ziel von Autoantikörpern bei MS zu identifizieren.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news488106

Quellen: Krankheitsbezogenes Kompetenznetz Multiple Sklerose, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Multiple Sklerose: Zusammenhang zwischen genetischem Risikofaktor und Entzündungsprozessen entdeckt

Für Multiple Sklerose sind verschiedene genetische Risikofaktoren bekannt. Wie eine bestimmte Abweichung im Erbgut des sogenannten TNF-Rezeptors 1 die Krankheit fördert, beschreibt eine internationale Forschergruppe mit RUB-Beteiligung in Nature. Das Team unter Federführung von Prof. Lars Fugger aus Oxford deckte einen Zusammenhang zwischen einer Genvariante und chronischen Entzündungsprozessen auf. Die Daten von 7000 Menschen, unter anderem aus der Genbank der Neurologischen Uniklinik am St. Josef-Hospital Bochum, gingen in die Analyse ein.

Mehr Infos dazu unter http://www.idw-online.de/de/news487468

Quellen: Ruhr-Universität Bochum, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

Wahl zwischen zwei Übeln

Multiple Sklerose stellt Wissenschaftler noch immer vor viele Rätsel. Bei der Suche nach den Auslösern der Krankheit sind Forscher der Universität Würzburg jetzt einen Schritt weitergekommen. Sie zeigen: Um größeren Schaden zu vermeiden, nimmt das Gehirn das kleinere Übel in Kauf.

Mehr Infos dazu http://www.idw-online.de/de/news481709

Quelle: Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Informationsdienst Wissenschaft (idw)

 

Omega 3-Fettsäuren bei Multipler Sklerose

Doch keine positiven Effekte?

Etwa 2,5 Millionen Menschen leiden weltweit an Multipler Sklerose, einer chronisch-entzündlichen Entmarkungserkrankung, bei der sich Läsionen im zentralen Nervensystem bilden. Die entzündungshemmenden und neuroprotektiven Effekte von Omega 3-Fettsäuren könnten – so nahm man an – Betroffenen zu Gute kommen, zumal Untersuchungen bereits zu positiven Ergebnissen kamen(2). Eine norwegische Studie spricht nun jedoch dagegen(1).

Mehr Infos dazu unter http://www.carstens-stiftung.de/artikel/omega-3-fettsaeuren-bei-multipler-sklerose.html

Quelle: Carstens-Stiftung

 

Neues diagnostisches Verfahren für die Früherkennung schwerer Krankheiten

Ein Forscherteam aus Heidelberg und Kiel haben mit Hilfe eines Biomarkerkonzeptes des Bioinformatikers an der Universität des Saarlandes, Dr. Andreas Keller, ein Früherkennungsverfahren für schwere Krankheiten gefunden. Sie haben herausgefunden, dass so genannte microRNAs wichtige Hinweise liefern in der Früherkennung bei vierzehn schwer diagnostizierbaren Krankheiten. Bei den microRNAs handelt es sich um kleine Moleküle, die sich an bestimmten Abschnitten der RNA-Stränge (Teil der Zell- und Erbinformation im Zellkern) anlagern. Diese Erkenntnisse seien nutzbar vor allem für die Diagnostik von Tumorerkrankungen der Bauchspeicheldrüse, der Prostata, des Magen-Darm-Traktes, sowie für Multiple Sklerose, und Sarkoidose. Und zwar zum in einem frühen Stadium, in dem sie bisher nicht diagnostiziert werden konnten. Bis zum marktreifen Produkt bedarf es aber noch weitere Anstrengungen.

Ouelle: www.idw-online.de/de/news439600

 

Immunsystem – Multiple Sklerose ist ein Problem des Immunsystems

Zuerst waren es Sehstörungen. Dann irgendwann kam der unsichere Gang dazu. Später der Rollstuhl – so etwa kann man kurz und knapp die unrühmliche Krankheits-„Karriere“ eines Menschen mit Multiple Sklerose schildern. Hierbei handelt es sich um eine Erkrankung des Zentralnervensystems. (Mehr Details  zur Krankheit finden Sie auf der Homepage der DMSG-Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft).

Forscher haben jetzt bestätigt, dass gleich mehrere genetische Faktoren dabei eine Rolle spielen. Diese betreffen vor allem das Immunsystem. Die Folge ist ein Immundefizit: Der Körper kann sich nicht mehr richtig wehren, zum Beispiel gegen Viren, so dass es zu Entzündungsprozessen an den Nervenbahnen kommt.  Lesen sie dazu die Presseveröffentlichung Immunsystem – Multiple Sklerose also doch ein Abwehrproblem.

Ganzheitliche Mediziner denken und behandeln schon lange in diese Richtung. Sie fühlen sich durch die neuesten Erkenntnisse bestätigt. Man sieht daran aber auch , wie wichtig der Blick für die ganzheitliche Sichtweise ist.

Mehr Infos zum Immunsystem unter www.mediportal-online.eu