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Schreckgespenst Alzheimer

Hoffnungsoption: Stammzelltherapie

Gesundheit_Nachrichten,_PressemeldungenJeder zweite Bundesbürger fürchtet sich davor, im Alter an einer Demenz zu erkranken. Damit ist die Sorge vor einer neurodegenerativen Erkrankung laut einer repräsentativen Umfrage des Forsa-Instituts noch ausgeprägter als die Angst z. B. vor einem Schlaganfall (47 Prozent) oder Herzinfarkt (40 Prozent). Lediglich die Furcht vor Krebs (69 Prozent) ist für die Bundesbürger ein noch größeres Schreckgespenst. Nach aktuellen Schätzungen leiden in Deutschland etwa eine Million Menschen an einer Demenz, also an einer Erkrankung, die fortschreitend zu Gedächtnis- und Orientierungsstörungen sowie einem Verlust an Denk- und Urteilsvermögen führt.

Mit einem Anteil von rund zwei Dritteln, ca. 700.000 Betroffenen, ist Alzheimer bei weitem die häufigste Form der Demenz. Der größte Risikofaktor für die Entwicklung einer Alzheimer-Krankheit ist das Alter. Parallel zum Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung in den letzten Jahrzehnten hat auch die Häufigkeit dieser hirnorganischen Krankheit zugenommen. Im Krankheitsverlauf von Alzheimer sterben mehr und mehr Gehirnzellen ab, weil Reparaturprozesse nicht mehr richtig funktionieren. Mit dem Verlust von Nervenzellen gehen zunehmend auch die Nervenzellkontakte verloren. Im Gehirn von Alzheimer-Patienten sind typische Eiweißablagerungen nachweisbar.

Moderne Alzheimer-Medikamente können den Krankheitsverlauf im besten Fall verzögern, jedoch nicht stoppen. Weltweit forschen Wissenschaftler, um neue Methoden zur Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen zu entwickeln. Eine vielversprechende Option könnte eine Stammzelltherapie sein. Die Vision: Durch die Transplantation von gesunden und voll funktionsfähigen Gehirnzellen werden zerstörte Nervenzellen ersetzt, um die Krankheit aufzuhalten. Hoffnung auf dem Weg zu diesem ehrgeizigen Ziel macht eine Studie von Forschern der Stanford University School of Medicine (Kalifornien) unter Leitung von Dr. Tony Wyss-Coray. Den Wissenschaftlern ist es gelungen, mit injiziertem Nabelschnurblut von menschlichen Neugeborenen die Hirnleistung von alten Mäusen zu revitalisieren. Neben bestimmten Eiweißstoffen sind im Nabelschnurblut Millionen von vitalen, unbelasteten Stammzellen enthalten, von denen sich Forscher eine verjüngende Wirkung erhoffen.

 Vom Schmerz zur Heilung

Von der Studie mit Mäusen bis zur erfolgreichen Behandlung von Alzheimer-Patienten ist es ohne Zweifel noch ein langer Weg. Dennoch rät Prof. Joanne Kurtzberg (Duke University Medical Center, Durham, England), eine führende Pionierin in der Erforschung und Anwendung von Stammzellen aus Nabelschnurblut bei kindlichen Hirnschäden, schon heute Eltern: „Ich würde jeder Familie empfehlen, sich zum Thema Einlagerung von Stammzellen aus der Nabelschnur zu informieren. Auch gesunde Eltern mit einem wahrscheinlich gesund zur Welt kommenden Kind können einlagern. Viele Erkrankungen im Laufe des Lebens des Kindes sind denkbar. Hier bieten Stammzellen ein hohes Potenzial.“ Weitere Infos zur fachgerechten Einlagerung von Stammzellen aus der Nabelschnur gibt es z. B. auf www.vita34.de, dem Internetportal der im deutschsprachigen Raum führenden privaten Stammzellbank.

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Nabelschnurblut revitalisiert das Gehirn

Spektakuläre Erkenntnisse für die Altersforschung

Artikel, News, Gesundheit

Mit injiziertem Nabelschnurblut von menschlichen Neugeborenen ist es Forschern der Stanford University School of Medicine (Kalifornien) gelungen, die Hirnleistung von alten Mäusen zu revitalisieren. Die Nagetiere lernten schneller und hatten auch eine bessere Erinnerungsfähigkeit, berichtet das Team um Dr. Tony Wyss-Coray im Fachjournal „Nature“. Diese Wirkung konnte mit dem Blut von Erwachsenen hingegen nicht erzielt werden.

Hauptverantwortlich für den positiven Effekt auf die Hirnleistung der Mäuse ist den Vermutungen der Wissenschaftler zufolge das Protein TIMP2. Neben bestimmten Eiweißstoffen in hoher Konzentration sind im Nabelschnurblut zudem Millionen von vitalen, unbelasteten Stammzellen enthalten, von denen sich Forscher ebenfalls eine verjüngende Wirkung erhoffen.

„Diese Ergebnisse sind in der Tat spektakulär und sollten unbedingt in der Altersforschung verfolgt werden“, bestätigt Prof. Hannelore Ehrenreich vom Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin (Göttingen), die nicht an der Untersuchung beteiligt war. In weiteren Studien gilt es nun zu prüfen, ob sich diese bei Tieren gewonnenen Erkenntnisse auf den Menschen übertragen und dann therapeutisch nutzen lassen. Das Augenmerk richten Forscher dabei vor allem auf den Hippocampus – ein Hirnareal, das die Erinnerung und das Erkennen neuer Inhalte steuert. Degenerative Prozesse in dieser Hirnregion tragen maßgeblich dazu bei, dass die Merkfähigkeit mit zunehmendem Alter abnimmt.

Die Studie der kalifornischen Wissenschaftler unterstreicht einmal mehr das große Potenzial, das Nabelschnurblut von Neugeborenen für medizinische Einsatzmöglichkeiten haben könnte. Klinische Anwendungen von Nabelschnurblut sind nicht nur eine vielversprechende Zukunftsvision, sondern werden bereits heute realisiert. So konnten mit Nabelschnurblut-Präparaten sowohl den Spendern selber, als auch Geschwisterkindern oder anderen Patienten geholfen werden. Die Nabelschnurblutdepots, die zuvor bei Vita 34 ( www.vita34.de), der größten privaten Stammzellbank im deutschsprachigen Raum, gelagert wurden, konnten bereits bei Erkrankungen des blutbildenden Systems oder im Rahmen der Behandlung von Krebserkrankungen eingesetzt werden. Heilerfolge bei kindlichen Hirnschäden und die Prüfung der Stammzellen im Rahmen einer Studie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes werden ebenfalls von Vita 34 berichtet.

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