Naturheilkunde und Homöopathie setzen sich in der Krebstherapie durch

Krebs – Komplementärmedizin in der Onkologie

Der verbitterte Kampf zwischen der modernen Schulmedizin und der sogenannten traditionellen „Alternativmedizin“ besteht schon so lange, wie es sie gibt. Schon der Wiederentdecker der Homöopathie, Samuel Hahnemann, schlug sich damit herum.

Unaufhaltsamer Trend

Doch der Siegeszug, beispielsweise der Homöopathie, setzt sich unaufhaltsam fort. Und dabei scheint es die Krebstherapie zu sein, bei der sich Schulmediziner und Alternativmediziner bislang am nahesten gekommen sind. Das dürfte aber nicht daran liegen, dass sich diese Mediziner mit ihrer Weisheit und ihrem Weitblick von den übrigen besonders abheben. Vielmehr sind es die Betroffenen, die an Krebs erkrankten Menschen, die das forcieren. Wer mit der Diagnose Krebs konfrontiert wird, zieht alle Register, greift nach jedem Strohhalm. Und so mancher, der von Naturheilkunde und Homöopathie bislang nicht viel hielt, lässt sich darauf ein, beziehungsweise verlangt es geradezu. Man geht davon aus, dass die Mehrheit der Krebspatienten sich mit diesem Thema mehr oder weniger umfassend auseinandersetzt.

Es ist viel Bewegung im Gesundheitsmarkt

Gründe genug, dass sich die Mediziner darauf einstellen. Und dem ist es zu verdanken, dass die Komplementärmedizin immer öfter Einzug in die modernen Kliniken nimmt. Paradebeispiel ist das Kompetenznetzwerk „Komplementärmedizin in der Onkologie“. (http://www.klinikum-nuernberg.de/DE/aktuelles/neuigkeiten/20120730_KOKON.html) Initiiert von der Deutschen Krebshilfe haben sich mehrere Institute (Charite Berlin, Universitäten Greifswald und Frankfurt, die Universitätskliniken Hamburg-Eppendorf und Rostock, die Klinik für Tumorbiologie Freiburg, das Hans-Bredow Institut Hamburg) zur Förderung der Alternativ- und Komplementärmedizin zu einem Netzwerk zusammen geschlossen.

Viele andere namhafte Einrichtungen fördern ebenfalls diesen Trend. So beschäftigt sich der Verein Gesellschaft für biologische Krebsabwehr e.V. (http://www.biokrebs-heidelberg.de) ausschließlich mit den alternativen Methoden. Mehrere tausend Ärzte, die in diese Richtung denken, haben sich im Zentralverein homöopathischer Ärzte (http://www.dzvhae.de/) organisiert. Und die renommierte Carstens-Stiftung (http://www.carstens-stiftung.de) fördert u.a. Projekte und Forschung in den Bereichen Naturheilkunde und Homöopathie.

Und nicht zu vergessen die immer größer werdende Zahl von Kliniken, die sich bei der Krebstherapie der naturheilkundlichen Medizin zuwenden.

Hinter allen diesen lobenswerten Initiativen stehen nicht etwa Scharlatane, wie es die Gegner gerne abtun. Sondern gestandene Wissenschaftler und Mediziner.

Diejenigen also, die sich immer wieder zu Wort melden und diese Bemühungen verunglimpfen, sollten sich allmählich dessen bewusst sein, dass sie mit ihrer Meinung ziemlich weit hinterher hinken. Der Zug ist schon längt abgefahren.

Josef Senn, Redaktion mediportal-online

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